Vor der Küste Lanzarotes wurde in den frühen Morgenstunden ein Schlauchboot mit 82 Menschen an Bord entdeckt. Dabei kamen drei Personen ums Leben, eine weitere befindet sich in kritischem Zustand. Die Rettungskräfte von Salvamento Marítimo wurden alarmiert und entsandten die Schiffe Salvamar Ácrux und Salvamar Al Nair zur Unglücksstelle, die etwa 131 Kilometer nordöstlich von Lanzarote liegt. Die 78 Überlebenden sowie die Leichen der Verstorbenen werden zum Hafen von Arrecife gebracht, wo ihre Ankunft für etwa 9:30 Uhr kanarischer Zeit erwartet wird.
Aufgrund der schweren Verletzungen eines der Migranten wurde eine medizinische Notfall-Evakuierung per Hubschrauber eingeleitet. Das Rettungsflugzeug holte die Person direkt von den Schiffen auf hoher See ab und brachte sie in ein Krankenhaus auf der Insel. Die Gesundheitsdienste des Servicio de Urgencias Canario (SUC) und das Rote Kreuz haben bereits ein Einsatzteam im Hafen von Arrecife bereitgestellt, um die weiteren Insassen medizinisch zu versorgen.
Diese Rettungsaktion reiht sich in die anhaltenden Migrationsbewegungen über die Atlantikroute zu den Kanarischen Inseln ein, die als eine der gefährlichsten Seewege weltweit gilt. Das Auffinden des Schlauchbootes mit so vielen Menschen verdeutlicht erneut die Risiken und die Dringlichkeit der Situation auf dieser Route. Die Behörden überwachen die Lage weiterhin genau und bereiten sich auf die Versorgung aller Ankommenden vor.
Der Vorfall zeigt die anhaltende Herausforderung für die Rettungskräfte und medizinischen Einrichtungen auf Lanzarote, die bei solchen Einsätzen eine zentrale Rolle spielen. Die genaue Identität der Verunglückten sowie die Hintergründe der Überfahrt sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Behörden bitten um Verständnis, dass weitere Informationen erst nach Abschluss der Maßnahmen bekanntgegeben werden.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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