Playa Jardín in Puerto de la Cruz auf Teneriffa ist erneut von mikrobiologischer Kontamination betroffen, was zu einem vorübergehenden Badeverbot führte. Zwischen dem 22. und 24. Juni 2026 wurden im Wasser schädliche Mikroorganismen festgestellt, die typischerweise mit Abwasser in Verbindung stehen. Obwohl das Badeverbot offiziell verhängt wurde, wurden die Besucher während der San Juan Nacht, als Tausende den Strand besuchten, nicht über die Gesundheitsrisiken informiert.
Diese erneute Kontamination tritt etwa ein Jahr nach einer fast einjährigen Schließung des Strandes von Juli 2024 bis Juni 2025 auf, die ebenfalls durch Abwasserverschmutzung verursacht wurde. Damals war die Strandanlage 349 Tage lang geschlossen, was bereits erhebliche Auswirkungen auf den Tourismus und die lokale Bevölkerung hatte. Die Probleme mit der Wasserqualität und die daraus resultierenden Schließungen verdeutlichen anhaltende Schwierigkeiten bei der Instandhaltung und dem Umweltschutz am Playa Jardín.
Die sozialdemokratische Partei PSOE kritisierte insbesondere das fehlende Informationsmanagement der Behörden während der aktuellen Kontamination. Tamara Raya und Marco González von der PSOE bemängeln, dass weder das Cabildo de Tenerife noch das Rathaus von Puerto de la Cruz die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert oder den Strand gesperrt haben. Dies habe nicht nur die Gesundheit der Badegäste gefährdet, sondern auch das Vertrauen in die zuständigen Institutionen nachhaltig beschädigt.
In Reaktion auf die Vorwürfe kündigten die zuständigen Verwaltungsstellen eine Pressekonferenz an, die voraussichtlich Ende Juli 2026 stattfinden soll. Dort sollen weitere Details zur Kontaminationslage und den geplanten Maßnahmen bekanntgegeben werden. Parallel dazu hat die PSOE bereits Anfragen zur Einsicht in die Analysedaten und Dokumentationen zur Handhabung des Vorfalls gestellt.
Darüber hinaus wird die Situation durch eine laufende juristische Untersuchung erschwert. Diese betrifft Verantwortliche aus der Umweltabteilung sowie lokale Politiker, die für die mangelhafte Krisenbewältigung während der vorangegangenen Kontaminationsvorfälle verantwortlich gemacht werden. Die PSOE plant außerdem, im August eine außerordentliche Ratssitzung zu beantragen, um die Verzögerungen bei notwendigen Reparaturarbeiten und die unzureichende Transparenz zu thematisieren.
Für den Tourismus und die Einwohner von Puerto de la Cruz ist der Zustand von Playa Jardín von großer Bedeutung. Der Strand zählt zu den zentralen Badeorten auf Teneriffa und ist für die Wirtschaft der Region unverzichtbar. Wiederholte Umweltprobleme und fehlende Kommunikation können das touristische Image nachhaltig schädigen und somit auch die wirtschaftliche Stabilität gefährden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, wie schnell und transparent die Behörden auf die Kontamination reagieren und welche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Wasserqualität ergriffen werden.
Quelle: tenerifeweekly.com
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