Der Tribunal de Cuentas hat die Untersuchung zum Fall der Maskenbeschaffung in den Kanarischen Inseln endgültig eingestellt. Der Fall betrifft die Vorauszahlung von vier Millionen Euro durch den Servicio Canario de Salud (SCS) an die Firma RR7 United für eine Million Masken, die jedoch nie geliefert wurden. Die Entscheidung fiel, nachdem zwei Jahre seit der vorläufigen Archivierung im Dezember 2021 vergangen waren, ohne dass irgendwelche Einwände erhoben wurden.
In seiner Begründung stellte der Tribunal fest, dass der Schaden zwar existiere, jedoch der SCS bereits im November 2022 Maßnahmen zur Rückforderung des Geldes über die Agencia Tributaria Canaria eingeleitet hatte. Daher seien die Vorwürfe nicht geeignet, um einen möglichen Missbrauch öffentlicher Gelder zu begründen. Trotz dieser Feststellung hat die Regierung der Kanarischen Inseln bislang keinen Teil der vier Millionen Euro zurückerhalten.
Parallel dazu führt die Europäische Staatsanwaltschaft weiterhin Ermittlungen durch, da möglicherweise EU-Fonds betroffen sind. Der Fall führte zudem zur Rücktritt des ehemaligen SCS-Direktors Conrado Domínguez, der während der Vertragsunterzeichnung mit RR7 United im Amt war.
Quelle: el diario canarias ahora
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