In Fuerteventura startete die kanarische Umweltbehörde eine wichtige Initiative zur Verringerung von Lebensmittelabfällen im Hotelgewerbe. Im HD Lobos Natura in La Oliva fand die dritte von mehreren geplanten Schulungen statt, die sich an große Erzeuger von Lebensmittelabfällen richten. Ziel des Programms ist es, Hotels nicht nur auf die gesetzlichen Vorgaben hinzuweisen, sondern sie auch als Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften zu etablieren.
Die Direktion für Umweltqualität des kanarischen Regierungspräsidiums veranstaltet diese Fortbildungen im Rahmen der Strategie zur Förderung der Kreislaufwirtschaft auf den Inseln. Ángel Montañés Ríos, Generaldirektor für Umweltqualität, betonte, dass Hotels als bedeutende Verursacher von Lebensmittelabfällen eine Schlüsselrolle übernehmen müssen. „Das Hotelgewerbe soll ein Vorbild für eine nachhaltige und zirkuläre Tourismusentwicklung in den Kanaren werden“, sagte Montañés.
Die Schulungen vermitteln praxisorientierte Methoden zur strukturierten Abfallbewirtschaftung. Sie zeigen Wege auf, wie Hotels ihre Abläufe effizienter gestalten, Kosten senken und gleichzeitig die Umwelt entlasten können. Ein wichtiger Aspekt ist die Reduktion von Emissionen, die durch Lebensmittelabfälle entstehen, sowie die Minimierung des Transportaufwands zwischen den Inseln. Diese Maßnahmen passen sich an die territorialen Gegebenheiten der Kanaren an und unterstützen den Weg zu einem nachhaltigen Tourismusmodell.
Auch die lokale Politik unterstützt das Vorhaben. David Fajardo Junckersdorf, Tourismusbeauftragter der Gemeinde La Oliva, lobte das Engagement der Regierung und hob die Vorbildfunktion des gastgebenden Hotels HD Lobos Natura hervor. Er unterstrich die Bedeutung solcher Programme für die Anpassung des Tourismussektors an ökologische Herausforderungen und die Stärkung der regionalen Wirtschaft.
Das Schulungsprogramm ist Teil der Initiative „Bendita Comida“, die eine tiefgreifende Überprüfung der Lebensmittelabfallbewirtschaftung in Hotels anstrebt. Die Reihe wurde bereits in Teneriffa gestartet und soll am 23. Juni in Gran Canaria sowie am 25. Juni in Lanzarote fortgesetzt werden. Interessierte Hotels können sich für die kommenden Termine anmelden und so aktiv an der Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit mitwirken.
Mit dieser Maßnahme will die kanarische Regierung das Bewusstsein für die Bedeutung einer Kreislaufwirtschaft im Tourismussektor stärken. Die Einbindung privater Unternehmen in den Prozess ist entscheidend, um nachhaltige Veränderungen zu erzielen. Die Fortbildungen schaffen eine Plattform zum Erfahrungsaustausch, zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen und zur Förderung effizienterer Ressourcennutzung.
Für Einwohner und Urlauber auf den Kanaren bedeutet dies langfristig eine sauberere Umwelt und einen verantwortungsvolleren Umgang mit Lebensmitteln. Für Hoteliers eröffnet sich die Chance, durch optimierte Abläufe Kosten zu sparen und sich als nachhaltige Betriebe zu positionieren, was in Zeiten steigenden Umweltbewusstseins auch wirtschaftliche Vorteile bringt. Insgesamt trägt das Programm zur Stärkung der nachhaltigen Entwicklung der Inseln bei und unterstützt die Kanaren dabei, ihre touristische Attraktivität mit Umweltverantwortung zu verbinden.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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