Die Nationalpolizei hat in Arona, im Süden Teneriffas, einen gesuchten Flüchtling festgenommen, gegen den eine europäische Haftanordnung der polnischen Behörden vorlag. Der Mann wird für mehr als 40 Straftaten angeklagt, darunter Körperverletzung, illegale Waffenherstellung, Drogenhandel und Betrug, mit einer möglichen Gesamtstrafe von bis zu 485 Jahren Gefängnis. Die Ermittlungen begannen im September 2025, nachdem die polnischen Behörden um Unterstützung bei der Suche nach dem Verdächtigen in Spanien gebeten hatten.
Der Festgenommene hatte umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um seiner Entdeckung zu entgehen. Er lebte mit seiner Frau und zwei Kindern in einer abgelegenen Wohngegend. Trotz mehrerer Fluchtversuche, darunter ein Sprung von einem fünf Meter hohen Balkon und die Nutzung gefälschter Dokumente, gelang es der Polizei schließlich, ihn zu lokalisieren. Bei einem früheren Verkehrskontrollversuch war er mit seinem Fahrzeug geflohen und hatte dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Am vergangenen Mittwoch wurde ein spezieller Einsatz des Grupo Operativo Especial de Seguridad (GOES) eingerichtet, der zur Festnahme des Flüchtlings führte, als er mit seinem Hund spazieren ging. Der Mann versuchte erneut zu fliehen, wurde jedoch von den Beamten überwältigt. Die Festnahme stellt einen weiteren Erfolg im Kampf gegen das organisierte Verbrechen in den Kanarischen Inseln dar.
Quelle: el diario canarias ahora
Zum Original