Gran Canaria verfolgt mit dem Ecoinsel-Modell eine nachhaltige Strategie, um den Herausforderungen der Umwelt- und Energiekrise zu begegnen. Antonio Morales, Präsident des Cabildo von Gran Canaria, stellte das Konzept während des XVIII. Spanischen und VIII. Iberoamerikanischen Kongresses für Umweltgesundheit vor. Dort betonte er die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu reduzieren, die über Jahre hinweg die wirtschaftliche und energetische Entwicklung der Insel beeinträchtigt hat.
Morales erklärte, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen Gran Canaria anfällig für internationale Krisen gemacht hat und zu hohen Energiekosten führt. Er sieht im Ecoinsel-Modell eine strukturelle Lösung, um die Energie-, Wasser- und Lebensmittelautonomie der Insel zu stärken. Dies sei besonders wichtig, da die Insel mit historischen Herausforderungen wie Wasserknappheit und unzureichender Planung bei der territorialen Entwicklung konfrontiert ist.
„Das Wasserproblem war wohl die stärkste historische Einschränkung für Gran Canaria“, so Morales. In der Vergangenheit litten viele Gemeinden unter häufigen Wasserschnitten und Konflikten um Wasserressourcen. Das Ecoinsel-Modell zielt darauf ab, die Wasserversorgung zu verbessern, indem es auf erneuerbare Energien setzt und die nachhaltige Mobilität fördert. Diese Maßnahmen sollen die Resilienz der Insel gegenüber dem Klimawandel erhöhen und die Abhängigkeit von externen Ressourcen verringern.
Der Kongress, der vom 13. bis 15. Mai im Auditorium Alfredo Kraus stattfand, brachte Vertreter aus ganz Spanien und Iberoamerika zusammen. Unter dem Motto „Evidenz und Aktion für eine nachhaltige Zukunft“ wurden zahlreiche Themen behandelt, darunter die sichere Nutzung von regenerierten Wassern, die Qualität von Wasser und Luft sowie städtische Entwicklung und Gesundheit. Diese Diskussionen unterstreichen die Rolle Gran Canarias als internationales Zentrum für Umweltgesundheit und Nachhaltigkeit.
Morales hob hervor, dass der Cabildo bereits umfassende Politiken zur Förderung erneuerbarer Energien, zur Verbesserung des Wassermanagements und zum Schutz des Territoriums umsetzt. Diese Initiativen sind entscheidend, um eine gerechte ökologische Transition zu gewährleisten, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Insel zugeschnitten ist. Die Teilnahme von Vertretern der Weltgesundheitsorganisation und des spanischen Gesundheitsministeriums beim Kongress bekräftigt die Bedeutung dieser Themen und die internationale Anerkennung Gran Canarias als Vorreiter in der Umweltgesundheit.
Mit dem Ecoinsel-Modell will Gran Canaria nicht nur seine eigene Zukunft sichern, sondern auch als Beispiel für andere Regionen dienen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Die Maßnahmen werden sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für Touristen von Bedeutung sein, da sie zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus beitragen sollen. Urlauber und Auswanderer, die sich für die Entwicklung der Insel interessieren, können von diesen Fortschritten profitieren und Teil einer nachhaltigeren Gemeinschaft werden.
Quelle: eldiario.es
Zum Original