Am Sonntag, den 2. August, erreicht die Hitzewelle auf den Kanarischen Inseln einen ihrer intensivsten Höhepunkte. Besonders auf Gran Canaria werden Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet, während in den am stärksten betroffenen Gebieten die nächtlichen Mindestwerte kaum unter 28 Grad sinken. Die Hitze konzentriert sich vor allem auf die Mittelgebirgslagen und Gipfel, betroffen sind aber auch einige Küstenbereiche im Südosten der Inseln. Die Großwetterlage bleibt durchgehend von meist wolkenlosem Himmel geprägt, wobei in den frühen Stunden gelegentlich hohe Wolken durchziehen können.
Gran Canaria steht im Zentrum der Extremwerte: In den süd- und westlich ausgerichteten Mittelgebirgsregionen werden Temperaturen um 39 Grad gemessen, örtlich kann die Marke von 40 Grad überschritten werden. Auch im Norden, insbesondere im Tal von Agaete, sind Werte bis 37 Grad möglich. In den tiefer gelegenen Gebieten des Südostens steigen die Temperaturen über 35 Grad, während die Nächte kaum Abkühlung bringen. In der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria liegen die Werte zwischen 26 Grad in der Nacht und 30 Grad am Tag.
Auf Teneriffa ist ebenfalls mit starken Temperaturanstiegen zu rechnen. In den mittleren Höhenlagen des Südens und Westens sowie in den südlichen Gipfellagen können Temperaturen über 37 Grad erreicht werden. Die Tiefstwerte liegen in den wärmsten Regionen über 27 Grad. Auch im Südosten der Insel steigen die Tageshöchstwerte auf bis zu 35 Grad, während die nördlichen Mittel- und Hochlagen etwa 34 Grad erreichen. Die anderen Inseln verzeichnen Temperaturen zwischen 22 Grad nachts und bis zu 35 Grad tagsüber.
Begleitet wird die Hitzewelle von einer Calima, einer Staubwolke aus der Sahara, die besonders in den Mittelgebirgs- und Gipfellagen sowie in der höheren Atmosphäre präsent ist. Die Calima verschlechtert die Sichtweite und verstärkt das Hitzeempfinden, vor allem während der heißesten Tagesstunden. Auch Lanzarote und Fuerteventura sind davon betroffen, wo der Himmel meist klar bleibt und die Temperaturen vor allem in den tieferen Lagen ansteigen.
Zusätzlich weht ab dem Nachmittag ein mäßiger Nordostwind über große Teile der Kanaren. Im Westen und an den südöstlich ausgerichteten Küstengebieten nimmt die Windstärke zu, und es sind teils starke Böen möglich, besonders auf Gran Canaria an den Südost- und Westhängen. Im Gebiet zwischen Anaga und Agaete wird mit Wind der Stärke fünf bis sieben gerechnet, begleitet von starker Dünung.
Die Kombination aus hohen Tages- und Nachtwerten, Calima und Wind birgt Gesundheitsrisiken, insbesondere für empfindliche Personen. Die hohen nächtlichen Temperaturen erschweren die Erholung und können die Belastung durch die Hitze zusätzlich erhöhen. Es empfiehlt sich, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, Hitzeexposition zu vermeiden und bei Wind und reduzierter Sicht im Straßenverkehr besondere Vorsicht walten zu lassen. Die Hitzewelle dauert mindestens bis zum Sonntag an, genaue Angaben über ihr weiteres Ende liegen derzeit nicht vor.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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