Spanien verzeichnete im Juli 2026 mindestens 2.026 Todesfälle, die mit hohen Temperaturen in Verbindung gebracht werden – fast doppelt so viele wie im Juli 2025. Diese Zahl stellt den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2015 dar und wird lediglich vom Juli 2022 übertroffen. Besonders betroffen waren ältere Menschen über 65 Jahren, die den Großteil der Opfer ausmachten. Frauen waren mit 1.208 Fällen häufiger betroffen als Männer.
Auf den Kanarischen Inseln wurden im Juli 2026 neun hitzebedingte Todesfälle registriert, was einen Rückgang von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 36 Todesfällen bedeutet. Bis Juli 2026 summieren sich die hitzebedingten Todesfälle auf 47, deutlich weniger als die 139 Fälle im gesamten Jahr 2025. Im vergangenen Jahr waren die Kanaren zudem von 246 hitzebedingten Notfallbehandlungen betroffen, von denen 57 Personen hospitalisiert werden mussten.
Der Juli 2026 war meteorologisch einer der heißesten Monate in Spanien, mit 49 aufeinanderfolgenden Tagen über dem saisonalen Durchschnitt und Spitzenwerten, die neue Rekorde erreichten. Diese außergewöhnlich langen Hitzewellen führten bundesweit zu einer erhöhten Sterblichkeit, wobei Regionen wie Katalonien und Andalusien besonders betroffen waren. Die Kanaren zeigten trotz der Hitzewelle eine deutlich geringere Sterblichkeit als die Festlandsregionen.
Die demografische Verteilung der Todesfälle zeigt, dass überwiegend ältere Menschen ab 65 Jahren sowie besonders die über 85-Jährigen betroffen sind. Die höhere Anzahl weiblicher Todesfälle könnte auf eine längere Lebenserwartung hinweisen. Die regionalen Unterschiede spiegeln die Variabilität der Temperaturen und Bevölkerungsstrukturen wider.
Der anhaltende Hitzeeinfluss belastet auch das Gesundheitswesen, insbesondere durch steigende Notfallbehandlungen und Krankenhausaufnahmen. Die Kanaren verzeichneten im vergangenen Jahr eine hohe Zahl hitzebedingter Notfälle, während 2026 die Todesfälle zurückgingen. Dies könnte auf effektive Schutzmaßnahmen oder veränderte Wetterbedingungen hindeuten.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die zunehmende Gefährdung durch extreme Hitze in Spanien und auf den Kanarischen Inseln. Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer ist es wichtig, die Hitzeperioden aufmerksam zu verfolgen und geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Die Situation bleibt dynamisch, da die Sommermonate weiter andauern und neue Hitzewellen möglich sind.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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