Die Verbraucherpreise auf den Kanarischen Inseln haben sich im Juli gegenüber dem Vormonat nicht verändert, dennoch liegt die jährliche Inflationsrate weiterhin bei 3,4 Prozent. Dies gab die Handelskammer von Santa Cruz de Tenerife bekannt. Im Vergleich dazu stiegen die Preise in ganz Spanien im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent, was zu einer landesweiten Inflationsrate von 3,6 Prozent führte. Die Kanarische Handelskammer wies darauf hin, dass die Inflation seit März konstant über der Drei-Prozent-Marke bleibt und somit weiter Druck auf die Lebenshaltungskosten ausübt. Besonders betroffen sind die Bereiche Wohnen, Verkehr und Kraftstoffe, die maßgeblich zu den anhaltend hohen Preisen beitragen. Die Kerninflation, die volatile Preise wie Nahrungsmittel und Energie herausrechnet, stieg im Juli leicht um 0,1 Prozent auf 2,6 Prozent im Jahresvergleich und liegt damit 0,4 Prozentpunkte unter dem spanischen Durchschnitt. Monatliche Preisanstiege verzeichneten vor allem Freizeitaktivitäten, Sport und Kultur mit 2,6 Prozent, gefolgt von Wohnkosten einschließlich Wasser, Strom, Gas und anderen Brennstoffen mit 1,2 Prozent sowie Gastronomie und Beherbergungsdienstleistungen mit 0,7 Prozent. Auf der anderen Seite sanken die Preise für Bekleidung und Schuhe wegen der Sommerverkäufe deutlich um 13,7 Prozent. Die Kraftstoffpreise gingen im Juli um 1,8 Prozent zurück, was half, den Verbraucherpreisindex stabil zu halten. Dennoch haben sich die Kraftstoffkosten im Jahresvergleich um 19,9 Prozent erhöht und liegen damit deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Der Präsident der Handelskammer, Santiago Sesé, wertete die Zahlen für Juli als positives Signal, warnte jedoch davor, die Inflationsentwicklung als beendet zu betrachten. Er betonte die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen, um die Ursachen für steigende Lebenshaltungskosten und Unternehmensausgaben anzugehen. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanarischen Inseln bedeutet dies, dass die Inflation weiterhin ein Thema bleibt, das sich auf Preise und Kaufkraft auswirkt. Die Entwicklung der kommenden Monate wird zeigen, ob die jüngste Preisstabilität nachhaltig ist oder ob weitere Anpassungen notwendig werden.
Quelle: tenerifeweekly.com
Zum Original

