Die zwölfte Ausgabe des Camp Internacional Rotary Maspalomas auf Gran Canaria endete mit 27 Jugendlichen aus verschiedenen Ländern, die sich intensiv mit globalen Friedensfragen auseinandersetzten. Seit über einem Jahrzehnt bietet das Camp jungen Menschen eine Plattform, um interkulturellen Austausch zu fördern und das Bewusstsein für Frieden zu stärken. Die Teilnehmer diskutierten aktuelle Konflikte wie jene in der Ukraine, im Irak und in Venezuela und kehren als Friedensbotschafter in ihre Heimatländer zurück.
Das Camp entstand vor zwölf Jahren als Ergänzung zur Universidad de Verano de Maspalomas und hat sich seitdem zu einer eigenständigen Veranstaltung mit internationaler Ausstrahlung entwickelt. Organisiert wird es vom Club Rotary Maspalomas in Kooperation mit dem Ayuntamiento von San Bartolomé de Tirajana, dem Cabildo de Gran Canaria, der Universidad de Las Palmas de Gran Canaria, der Universidad de Verano de Maspalomas, dem Rotary-Distrikt 2201 sowie Casa África. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die Bedeutung der Initiative für die Region und die Kanaren insgesamt.
Die aktuelle Ausgabe zeichnete sich durch ein hohes Niveau der Referenten und eine engagierte Gruppe von 27 Jugendlichen aus. Daniel Bazán, Koordinator des Camps und mehrfacher Präsident des Club Rotary Maspalomas, betonte die besondere Rolle der Jugend: „Die Kriege werden von älteren Herren in Büros entschieden, aber diejenigen, die leiden und sterben, sind die jungen Menschen.“ Er forderte die Teilnehmer auf, als Botschafter des Friedens aktiv zu werden und sich für eine bessere Welt einzusetzen.
Elena Álamo, stellvertretende Bürgermeisterin von San Bartolomé de Tirajana, hob die Bedeutung des Camps für die Gemeinde hervor. Maspalomas präsentiert sich als ein Ort der Integration und Toleranz, der Jugendlichen aus aller Welt Raum für friedlichen Dialog bietet. „Das Camp ist ein wertvoller Beitrag zur kulturellen und bildungspolitischen Landschaft unserer Gemeinde, besonders in Zeiten internationaler Unruhen“, sagte Álamo. Sie verwies auch auf die Verbindung zur Universidad de Verano, die im Sommer Bildungs- und Kulturangebote in der Region bündelt.
In den zwölf Jahren seines Bestehens haben mehr als 250 Jugendliche und rund 100 Experten am Camp teilgenommen. Unter den Referenten war auch der renommierte Soziologe Johan Galtung, der Maspalomas als „Miniaturkontinent“ bezeichnete und das Camp als Vorbild für friedliches Zusammenleben lobte. Diese Einschätzung unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung als Modell für interkulturelle Verständigung und Friedenserziehung.
Für die Kanaren bedeutet das Camp eine aktive Förderung des Friedensbewusstseins und der internationalen Zusammenarbeit junger Menschen. Es stärkt die Position von San Bartolomé de Tirajana als tolerante und offene Gemeinde und bietet Jugendlichen eine Möglichkeit, sich mit globalen Herausforderungen auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.
Die nächste Ausgabe des Camps wird erneut von den lokalen Behörden und internationalen Partnern unterstützt. Der Fokus bleibt auf der jungen Generation, um den Dialog über Frieden und globale Verantwortung fortzusetzen. Damit setzt San Bartolomé de Tirajana sein Engagement für eine friedliche und inklusive Gesellschaft fort und bietet Jugendlichen eine Plattform, um sich als Friedensbotschafter zu vernetzen und zu engagieren.
Quelle: laprovincia.es
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