Die Regierung der Kanarischen Inseln wird in diesem Jahr 10.204.378,15 Euro aus dem Staatshaushalt erhalten, um Programme zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen zu finanzieren. Diese Mittel stammen aus dem Pakt des Staates gegen Gewalt an Frauen und wurden während der Konferenz zur Gleichstellung, an der die Ministerin für Soziale Wohlfahrt, Candelaria Delgado, teilnahm, genehmigt. Insgesamt stehen den autonomen Gemeinschaften 160 Millionen Euro zur Verfügung, die auf verschiedene Programme verteilt werden.
Von den bereitgestellten Mitteln erhält die Region 9.236.454,63 Euro aus dem Pakt, die im vergangenen Jahr in 50 Projekte investiert wurden, die über die Bereiche Integration, Justiz, Jugend und Bildung verwaltet werden. Zusätzlich fließen 8,5 Millionen Euro in die soziale Unterstützung von Frauen und Kindern, wobei 396.809,91 Euro speziell für Minderjährige vorgesehen sind.
Delgado betonte die Dringlichkeit, das Budget für den Schutz und die Unterstützung von Opfern von Gewalt zu erhöhen, insbesondere angesichts der hohen Inzidenzrate von Gewalt gegen Frauen auf den Kanaren. Aktuellen Daten zufolge gibt es in der Region 6.532 aktive Fälle von Frauen, die durch ihre Partner bedroht sind, wobei die Hälfte von ihnen auch für Kinder verantwortlich ist.
Die Verteilung der Mittel berücksichtigt verschiedene Faktoren, darunter die Anzahl der registrierten Frauen, das Alter, die Herkunft und die Beschäftigungssituation. Ein zusätzlicher Anteil von 4 % wurde aufgrund der besonderen Gegebenheiten der Inseln reserviert. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Ansatzes zur Bekämpfung von Gewalt und zur Verbesserung der Lebenssituation der betroffenen Frauen und Kinder.
Quelle: Gobierno de Canarias – Noticias
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