Kanaren fördern Agrovoltaik mit neuer Verordnung und Pilotprojekten auf Gran Canaria in Umwelt (Photovoltaic)

Kanaren fördern Agrovoltaik mit neuer Verordnung und Pilotprojekten auf Gran Canaria

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

8 Juli, 2026

Die Kanarischen Inseln treiben den Ausbau der Agrovoltaik voran, einer Kombination aus landwirtschaftlicher Nutzung und Solarstromerzeugung. Der Gobierno de Canarias arbeitet derzeit an der ersten spezifischen Verordnung für Agrovoltaik, um die Entwicklung solcher Projekte rechtlich abzusichern und gleichzeitig die landwirtschaftliche Tätigkeit zu garantieren. Im Rahmen dessen besuchten Vertreter der zuständigen Ressorts zwei Pilotanlagen auf Gran Canaria, die den erfolgreichen Betrieb dieser Technologie demonstrieren.

Bei Agüimes besichtigten die Vertreter die Anlage El Vivero von Ayagaures Medioambiente, die mit einer Leistung von 490 Kilowatt-Peak (kWp) jährlich rund 780 Megawattstunden (MWh) Strom produziert. Die Anlage ist als Gewächshaus konzipiert und ermöglicht so die gleichzeitige Produktion von Zierpflanzen und Solarenergie. Die jährliche Stromerzeugung vermeidet etwa 307 Tonnen CO₂-Emissionen. Ein Teil der Finanzierung stammt aus den europäischen Next Generation-Fonds.

In Gáldar besichtigte die Delegation die Agrovoltaik-Anlage La Rosita, die auf einer Bananenplantage errichtet wurde. Die Solarmodule sind erhöht angebracht, sodass die landwirtschaftliche Nutzung ungestört weiterlaufen kann. Die Anlage hat eine Leistung von 440 kW, verteilt auf 1.743 Module, und erzeugt schätzungsweise 745 MWh pro Jahr. Rund 30 Prozent des Strombedarfs einer nahegelegenen Entsalzungsanlage werden damit gedeckt. Das Projekt mit einer Investitionssumme von über 690.000 Euro wurde mit rund 415.000 Euro aus Next Generation-Fonds unterstützt.

Die geplante Verordnung soll Rechtssicherheit für Agrovoltaikprojekte bieten, die duale Nutzung der Flächen garantieren und klare Rahmenbedingungen für Landwirtschaft und erneuerbare Energien schaffen. Die Verantwortlichen des Gobierno de Canarias betonen, dass Agrovoltaik keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zur Landwirtschaft darstellt und so die Wettbewerbsfähigkeit des Agrarsektors auf den Inseln stärkt.

Julieta Schallenberg, Vizekonzessorin für ökologische Transition, bezeichnet Agrovoltaik als strategische Chance für die Kanaren, die erneuerbaren Energien auszubauen und gleichzeitig die Nahrungsmittelproduktion zu sichern. Eduardo García Cabello, Vizekonzessor für den Primärsektor, hebt hervor, dass die Technologie nicht nur den Ertrag steigert, sondern auch die Resilienz der Landwirtschaft gegenüber dem Klimawandel verbessert.

Mit der Gründung der Mesa de la Agrovoltaica hat die Regionalregierung ein Gremium etabliert, das Akteure aus Verwaltung, Landwirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringt, um die Entwicklung des Sektors zu koordinieren. Die Kanarischen Inseln wollen sich als nationaler Vorreiter in der Agrovoltaik positionieren und so nachhaltige Wertschöpfung schaffen.

Die Umsetzung der Verordnung und die Förderung weiterer Projekte werden entscheidend sein, um die doppelte Nutzung der Flächen auszuweiten und die regionale Energie- und Ernährungssouveränität zu stärken. Die Frist für die Verabschiedung der Verordnung steht noch offen, erste Fördermöglichkeiten für interessierte Landwirte und Unternehmen sind angekündigt. Damit setzen die Kanaren einen wichtigen Impuls für eine klimafreundliche und effiziente Landwirtschaft mit integrierter Solarstromerzeugung.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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