Die Regierung der Kanarischen Inseln fordert von der Kommission für Einwanderung eine Klärung ihrer Bedenken hinsichtlich des Europäischen Pakts für Migration und Asyl. Bei einer Pressekonferenz äußerte der Sprecher der kanarischen Regierung, Alfonso Cabello, die Sorge, dass der Pakt die Inseln zu einem „großen Rückhaltezentrum“ machen könnte. Dies sei besonders besorgniserregend angesichts der bevorstehenden Umsetzung des Paktes.
Cabello betonte, dass bei einem kürzlichen Treffen in Casa África deutlich wurde, dass viele Beteiligte über den Pakt nicht informiert waren. Die kanarische Regierung fordert daher, dass die spezifischen Gegebenheiten der Inseln als Grenzgebiet im Pakt berücksichtigt werden, insbesondere in Bezug auf minderjährige Migranten.
Zudem wurde die Notwendigkeit einer besseren Koordination bei der Regulierung von Einwanderungsangelegenheiten angesprochen. Cabello wies darauf hin, dass die lokalen Verwaltungen überlastet sind und keine ausreichende Ausbildung für die Bearbeitung von Anträgen auf Vulnerabilität erhalten haben. Er betonte die Wichtigkeit einer koordinierten Vorgehensweise zwischen den verschiedenen staatlichen Stellen.
Quelle: eldiario.es
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