Kanarische Inseln beenden Reblaus-Inspektionskampagne 2023 mit vier neuen Fällen auf Teneriffa – Arbeit (Weinanbau)

Kanarische Inseln beenden Reblaus-Inspektionskampagne 2023 mit vier neuen Fällen auf Teneriffa

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

19 Juli, 2026

Die Kanarischen Inseln haben ihre jährliche Inspektionskampagne zur Bekämpfung der Reblaus im Jahr 2023 mit insgesamt 4.435 Kontrollen abgeschlossen. Dabei wurden 3.536 Pflanzenkontrollen und 899 Bodenproben durchgeführt, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den ursprünglichen Planungen bedeutet. Auf Teneriffa, der einzigen Insel mit bestätigtem Befall, wurden vier neue Reblausfälle in verlassenen Weinbergen innerhalb der sogenannten Nullzone rund um die geschützte Herkunftsbezeichnung Tacoronte-Acentejo entdeckt. Diese Entdeckungen führen zu einer verstärkten Überwachung in diesem Gebiet.

Agrarminister Narvay Quintero betonte die enge Zusammenarbeit zwischen der Regionalregierung, den Regulierungsräten und den lokalen Behörden als entscheidend für die Eindämmung der Reblaus. Um die Ausbreitung zu verhindern und eine reguläre Weinlese zu ermöglichen, hat die Regierung die Bekämpfung der Reblaus offiziell zur öffentlichen Aufgabe erklärt und die phytosanitären Maßnahmen angepasst. So wurde der bisher 500 Meter umfassende Ausschlussradius um die Befallsstellen auf 50 Meter verkürzt, während gleichzeitig eine Überwachungszone von 500 Metern sowie eine zusätzliche Pufferzone von zwei Kilometern eingerichtet wurden.

Zur besseren Kontrolle sieht der neue Maßnahmenkatalog verstärkte Inspektionen, gezielte Schädlingsbehandlungen sowie die Entfernung befallener Pflanzen vor. Zudem gelten strenge Hygieneregeln für landwirtschaftliche Arbeiten und den Transport von Trauben. Während in unbelasteten Regionen die Einschränkungen beim Transport von frischen Trauben gelockert wurden, bestehen in den betroffenen Gebieten weiterhin Beschränkungen. Diese differenzierte Regelung soll die Landwirtschaft auf den Kanaren unterstützen und gleichzeitig die Reben in den gefährdeten Zonen schützen.

Die jährlichen Inspektionen verteilten sich auf alle Inseln: Neben 1.902 Kontrollen auf Teneriffa wurden 1.373 auf Lanzarote, 656 auf La Palma, 148 auf El Hierro, 147 auf Gran Canaria, 132 auf La Gomera und 77 auf Fuerteventura durchgeführt. Insgesamt wurden seit Beginn der Kampagne 12.361 Inspektionen umgesetzt, die dem nationalen Notfallplan zur Schädlingsbekämpfung folgen. Nach Kampagnenende wird die Überwachung vor allem auf Teneriffa intensiv fortgesetzt, wobei der Schwerpunkt auf Boden- und Wurzelproben liegt, um den Verlauf des Befalls zu beobachten und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu prüfen.

Die Bekämpfung der Reblaus ist von großer Bedeutung für die regionale Landwirtschaft und den Weinbau der Kanarischen Inseln, die eine lange Tradition und eine besondere genetische Vielfalt aufweisen. Die aktuellen Maßnahmen sollen nicht nur die Ausbreitung stoppen, sondern auch die Hoffnung ermöglichen, dass die Kanaren als erste Region in Europa die Reblaus vollständig ausrotten könnten. Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer bleibt die Situation aufmerksam zu verfolgen, da die Weinproduktion und der Erhalt der Kulturlandschaft eng mit diesen Schutzbemühungen verbunden sind.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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