Die kanarische Regierung hat ein innovatives Projekt namens Aceleradora de Empleo vorgestellt, das gezielt Arbeitsplätze schafft, indem es die tatsächlichen Personalbedarfe von Unternehmen mit einer darauf abgestimmten beruflichen Ausbildung verbindet. Mit einer Investitionssumme von drei Millionen Euro soll das Programm bis zu 170 Jobs in fünf strategisch wichtigen Sektoren generieren.
Das Pilotprojekt wird von den regionalen Ressorts für Wirtschaft, Bildung und Arbeit gemeinsam getragen. Anders als herkömmliche Ausbildungsmodelle orientiert sich die Aceleradora de Empleo unmittelbar an den Anforderungen der Unternehmen. Zunächst werden konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten identifiziert, auf deren Basis passende Kandidaten ausgewählt und mit den erforderlichen Kompetenzen ausgestattet werden, um direkt in den Arbeitsmarkt einzusteigen.
Diese Vorgehensweise soll nicht nur den Fachkräftemangel in wachstumsstarken Branchen adressieren, sondern auch die wirtschaftliche Diversifizierung der Kanaren vorantreiben. Die Initiatoren betonen, dass alle Beteiligten von dem Modell profitieren: Arbeitnehmer erhalten sichere Jobchancen und eine hochwertige Qualifikation, Unternehmen finden passgenaue Talente, und die Region stärkt ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Besondere Bedeutung kommt dabei der Verbindung von beruflicher Bildung und realer Arbeitswelt zu. Die Aceleradora de Empleo baut auf eine intensive Zusammenarbeit mit Unternehmen auf, die nicht nur die benötigten Profile mitteilen, sondern auch an der Entwicklung der Ausbildungskonzepte mitwirken. Die Ausbildung selbst gliedert sich in eine erste Phase mit 300 bis 400 Stunden theoretischer und praktischer Schulung und eine zweite Phase mit rund 2.000 Stunden dualer Berufsausbildung, bei der die Teilnehmer gleichzeitig arbeiten und lernen. Am Ende erhalten sie eine offizielle Qualifikation.
Die fünf ausgewählten Sektoren spiegeln aktuelle Wachstumsfelder und Fachkräftebedarf wider: Blaue Wirtschaft, Cybersicherheit, Agrarindustrie, Wasser- und Energiewirtschaft sowie traditionelle Handwerksberufe, wobei letztere insbesondere die Herstellung der typischen Trachten der einzelnen Inseln umfasst. Namhafte Unternehmen wie Astican, Zamakona Shipyard, Tirma, Canaragua und weitere sind Partner des Programms.
Die Aceleradora de Empleo beinhaltet zudem Anreize für Unternehmen, um deren Beteiligung zu fördern und die langfristige Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen. Hierzu zählen Sozialversicherungsvergünstigungen und direkte Förderungen.
Für die Einwohner der Kanarischen Inseln bietet das Projekt eine wichtige Perspektive, um durch praxisnahe Ausbildung und direkte Vermittlung berufliche Stabilität zu erlangen. Gleichzeitig stärkt es die regionale Wirtschaft durch qualifizierte Arbeitskräfte, die passgenau auf die Anforderungen der Unternehmen vorbereitet sind. Die Initiative ist ein konkreter Schritt, um den Arbeitsmarkt effizienter zu gestalten und den Strukturwandel in der Region aktiv zu begleiten.
Die erste Runde der Aceleradora de Empleo ist bereits angelaufen und wird in den kommenden Monaten die Entwicklung der Fachkräfte in den ausgewählten Branchen vorantreiben. Weitere Ausgaben des Programms sind geplant, um den Erfolg auszubauen und noch mehr Beschäftigungschancen zu schaffen.
Quelle: lavozdefuerteventura.com
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