Die Kanarischen Inseln setzen auf Hightech, um die Einsamkeit älterer Menschen zu bekämpfen und das kulturelle Erbe zu bewahren. Das Projekt „Little Challenge“ kombiniert Künstliche Intelligenz (KI) mit lokalen Traditionen und wird von der Agencia Canaria de Investigación, Innovación y Sociedad de la Información (ACIISI) mit 100.000 Euro gefördert. Insgesamt fließen fast 900.000 Euro in neun soziale Innovationsvorhaben auf den Inseln für die Jahre 2026 und 2027.
„Little Challenge“ entwickelt eine virtuelle Assistenz, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Diese digitale Begleitung führt durch persönliche Gespräche, geistige Herausforderungen und kulturelle Aktivitäten, die das Gedächtnis trainieren und die geistige Fitness fördern sollen. Die Plattform nutzt spielerische Elemente, um die Nutzer zu motivieren und ihr emotionales Wohlbefinden zu stärken.
Über die reine Technologie hinaus integriert das Projekt eine kulturelle Komponente: Es sammelt und digitalisiert Erzählungen, Traditionen und Erfahrungen der älteren Bevölkerung der Kanaren. So entsteht ein lebendiges digitales Archiv des immateriellen Kulturerbes der Inseln. Die Nutzer werden nicht nur geistig angeregt, sondern auch zu aktiven Bewahrern der regionalen Identität, indem sie ihr Wissen und ihre Lebensgeschichten weitergeben.
Das Angebot umfasst Familiengeschichten, traditionelle Spiele, lokale Bräuche und sprachliche Besonderheiten, die für jede der Kanarischen Inseln charakteristisch sind. Diese Inhalte werden für jüngere Generationen zugänglich gemacht, um den intergenerationellen Austausch zu fördern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Die Kombination aus empathischer KI, Gamification und kulturellem Erbe schafft eine innovative Plattform, die soziale Bindungen in einer alternden Gesellschaft festigt.
Die Umsetzung von „Little Challenge“ ist für den Zeitraum vom 2. März 2026 bis zum 30. April 2027 geplant. In dieser Phase soll die Wirksamkeit der Lösung zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen auf den Kanaren überprüft werden. Das Projekt ist Teil einer breiten Initiative der ACIISI, die mit knapp 900.000 Euro insgesamt neun innovative Sozialprojekte finanziert. Diese richten sich auf Herausforderungen wie digitale Inklusion, gesellschaftliche Teilhabe und Integration vulnerabler Gruppen.
Die kanarische Wissenschafts- und Innovationsministerin Migdalia Machín betont, dass solche Förderungen kreative Antworten auf reale Probleme ermöglichen und zeigen, wie Innovation das Leben der Menschen verbessern kann. „Little Challenge“ steht exemplarisch für eine Technologie, die Brücken zwischen den Generationen baut, Altersisolation verringert und das kulturelle Erbe der Kanaren lebendig hält.
Für alle, die auf den Kanaren leben, Urlaub machen oder auswandern wollen, bietet das Projekt eine zukunftsweisende Perspektive. Es zeigt, wie moderne Technik mit regionaler Kultur verknüpft werden kann, um sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern. Die Plattform könnte künftig eine wichtige Rolle dabei spielen, dass ältere Menschen auf den Inseln nicht nur begleitet, sondern aktiv eingebunden werden – eine wichtige Voraussetzung für ein lebendiges Miteinander in der Gemeinschaft.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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