Kanarische Inseln investieren 2027 massiv in Wasserinfrastruktur zur Bekämpfung der Dürre auf Teneriffa (Wasserbecken Tene…

Kanarische Inseln investieren 2027 massiv in Wasserinfrastruktur zur Bekämpfung der Dürre

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

10 September, 2026

Die Kanarische Regierung hat für das Jahr 2027 erstmals eine umfassende Finanzierung hydraulischer Projekte für alle Inseln im Haushaltsplan verankert. Dies gab Manuel Miranda, Regionalminister für Territorialpolitik, Kohäsion und Wasser, im kanarischen Parlament bekannt. Damit reagiert die Regierung auf die ernste Wasserknappheit, die 2023 auf den Inseln herrschte und in Teilen wie Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura sogar einen Notstand auslöste.

In der Vergangenheit fehlte es an Planung und Investitionen: Lediglich zwei Wasserbewirtschaftungspläne waren genehmigt, während 46 technische Projekte keine Finanzierung erhielten. Dies führte zu einer jahrelangen Vernachlässigung der dringend notwendigen Wasserinfrastruktur. Die aktuelle Regierung will diesen Missstand beheben und hat bereits Initiativen im Wert von 1,4 Milliarden Euro als von allgemeinem Interesse eingestuft, um staatliche Fördermittel zu sichern. Bislang flossen jedoch nur 20 Millionen Euro im Jahr 2026, ergänzt durch rund 30 Millionen Euro aus außerordentlichen Mitteln für Entsalzungsanlagen auf Lanzarote und Fuerteventura.

Die Investitionen konzentrieren sich auf verschiedene Schlüsselprojekte: In Teneriffa kämpft die Kläranlage San Blas mit unzureichender Wasserversorgung aus den Gemeinden Güímar und Candelaria. Lanzarote konnte durch regionale Maßnahmen die Wasserproduktion um 15 Prozent steigern und führt zudem Sanierungsarbeiten in La Graciosa und Yaiza durch. Fuerteventura plant den Bau eines neuen Stausees in Puerto del Rosario sowie den Ausbau eines südlichen Versorgungsnetzes, das erneuerbare Energien integrieren soll.

Gran Canaria erhält vier Millionen Euro für Verbesserungen der Wasseraufbereitung in Mogán, während El Hierro zwei neue Entsalzungsanlagen mit einer Investition von 2,5 Millionen Euro in Betrieb genommen hat. La Gomera arbeitet an Wasserleitungen in Valle Gran Rey und Vallehermoso, und La Palma steuert zwei Millionen Euro bei, um mit Telemetriesystemen Wasserverluste zu reduzieren.

Trotz der Bemühungen, die staatliche Finanzierung zurückzugewinnen, hat die Kanarische Regierung klargestellt, dass bereits gestartete Projekte nicht durch den fehlenden Zentralstaatshaushalt gestoppt werden. Manuel Miranda betont zudem die Notwendigkeit, das Wachstum auf den Inseln zu steuern, um durch steigende Bevölkerungszahlen und Tourismus nicht neue Wasserengpässe zu provozieren. Die geplanten Maßnahmen markieren einen wichtigen Schritt, um die Wasserversorgung der Kanaren langfristig zu sichern und den Herausforderungen des Klimawandels sowie der Dürre zu begegnen.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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