Anlässlich des Internationalen Tags der biologischen Vielfalt hat die Policía Autonómica de Canarias ihr Engagement für den Schutz des natürlichen Erbes des Archipels bekräftigt. Die Einheit für Überwachung und administrative Inspektion (UVIA) führt umfassende Kontrollen in geschützten Naturgebieten durch. Ihre Aufgaben reichen von der Überwachung invasiver Arten bis hin zur Bekämpfung von Wilderei und der Kontrolle von Abfällen. Angesichts der einzigartigen Ökosysteme und der hohen Anzahl endemischer Arten in den Kanaren ist diese Arbeit von entscheidender Bedeutung.
Der diesjährige internationale Leitsatz „Lokales Handeln für globale Wirkung“ verdeutlicht die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen vor Ort. Die Polizei ruft die Bürger dazu auf, verdächtige Aktivitäten zu melden, die die geschützten Gebiete und Arten gefährden könnten. In den letzten Wochen hat die Policía Autonómica beispielsweise erfolgreich Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Kalifornischen Königsnatter auf Gran Canaria ergriffen. Im Rahmen des Programms #STOPCULEBRAREAL wurden zufällige Kontrollen von Fahrzeugen an Hafenorten durchgeführt, um den unabsichtlichen Transport dieser Art auf andere Inseln zu verhindern.
Zudem fanden Kontrollen in Geschäften auf Gran Canaria und Teneriffa statt, bei denen Produkte mit Samen von verbotenen Pflanzen, darunter die Kalifornische Poppy und Musa-Samen, beschlagnahmt wurden. Solche Maßnahmen sind entscheidend für die Biodiversität und die Pflanzen- sowie Tiersicherheit der Kanarischen Inseln. Der GRUMA (Umwelt- und Kulturerbegruppe) hat seine Präsenz an empfindlichen Orten wie der Reserva Natural Especial de las Dunas de Maspalomas und dem Sitio de Interés Científico de Juncalillo del Sur verstärkt. Hier führen sie Kontrollen durch, um unerlaubte Aktivitäten zu verhindern und das Bewusstsein für den Schutz empfindlicher Lebensräume zu schärfen.
Die Prävention von Waldbränden hat ebenfalls hohe Priorität. Während kritischer Phasen hat der GRUMA riskante Aktivitäten in Waldgebieten überwacht. Zudem unterstützt die Policía Autonómica die Fischereikontrolle, um Wilderei zu bekämpfen und die Einhaltung von Mindestgrößen sowie Schonzeiten zu gewährleisten. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die nachhaltige Nutzung der marinen Ressourcen zu sichern.
Der GRUMA kooperiert auch mit der Kanarischen Agentur für den Umweltschutz zur Bekämpfung illegaler Abfalllagerungen, insbesondere von gefährlichen Abfällen aus Bau- und Industrieaktivitäten. Die Zusammenarbeit mit den Insularräten und der Regierung der Kanaren ist von zentraler Bedeutung, um den Schutz des kulturellen Erbes zu gewährleisten. Hierzu gehört die Dokumentation von Schäden an archäologischen Stätten und die Identifizierung von Tätern bei Vandalismus.
Der Schutz der Biodiversität in den Kanaren erfordert ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten – von der Polizei über technische Spezialdienste bis hin zu den Bürgern. „Die Bewahrung der Biodiversität ist der Schutz unserer Zukunft“, betont die Polizei. Jedes Überwachungs- und Inspektionsprogramm trägt dazu bei, die einzigartigen und fragilen Ökosysteme des Archipels zu bewahren.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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