Kanarische Regierung will Nachhaltigkeitsrat für künftige Generationen reformieren – Politik (Regierungsgebäude)

Kanarische Regierung will Nachhaltigkeitsrat für künftige Generationen reformieren

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

4 August, 2026

Die kanarische Regierung plant eine umfassende Reform des Kanarischen Rates für Nachhaltige Entwicklung (CCDS), um künftig die Interessen zukünftiger Generationen stärker in die öffentliche Politik einzubeziehen. Bisher lag der Schwerpunkt des Rates hauptsächlich auf der Umsetzung der Agenda 2030. Mit der Neuausrichtung soll der Rat künftig auch wirtschaftliche, soziale, demografische, technologische, territoriale und ökologische Veränderungen antizipieren, die die Kanarischen Inseln langfristig prägen werden. Ein zentrales Vorhaben ist die Erstellung eines Zukunftsberichts für die Kanaren, der auf der Zusammenarbeit mit den öffentlichen Universitäten und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen der Region basiert.

Der CCDS wurde 2022 gegründet und fungiert als kollegiales Gremium unter der Leitung des Präsidenten der Kanarischen Regierung. Er besteht aus Expertinnen und Experten, die die Umsetzung der Agenda 2030 begleiten, Beratung leisten und gesellschaftliche Teilhabe fördern. Die bisherigen Erfahrungen zeigten jedoch, dass der Rat aufgrund seiner breiten Zusammensetzung und seines Fokus auf die Agenda 2030 nur begrenzte Wirksamkeit entfalten konnte. Die geplante Reform sieht vor, den Rat in „Kanarischen Rat für die Zukunft und nachhaltige Entwicklung“ umzuwandeln und ihn als unabhängige, agile Institution mit größerer operativer Schlagkraft auszustatten.

Neben der engeren Verzahnung mit der strategischen Denkfabrik der Regierung, dem Islas Responsables Lab (IRLab), soll die neue Struktur die Koordination zwischen sozialer Beteiligung, institutioneller Zusammenarbeit und wissenschaftlicher Fundierung bündeln. Dadurch will die Regierung sicherstellen, dass politische Entscheidungen heute die Chancen der zukünftigen Generationen nicht beeinträchtigen. Die Zusammensetzung des Rates wird künftig Diversität in territorialer, generationaler und geschlechtlicher Hinsicht gewährleisten. Lokale und inselübergreifende Treffen sollen eine breite Beteiligung der unterschiedlichen Inseln und Gemeinden ermöglichen.

Dieser Reformvorschlag orientiert sich an der im September 2024 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Erklärung zu den zukünftigen Generationen, die öffentliche Institutionen weltweit auffordert, langfristige Folgen ihrer Entscheidungen verantwortungsvoll zu berücksichtigen. Die kanarische Initiative setzt diese Vorgabe nun konkret um und stärkt damit die generationenübergreifende Politikgestaltung auf den Inseln.

Der neu aufgestellte Rat wird unter anderem Analysen zu den mittelfristigen und langfristigen Herausforderungen und Chancen der Kanarischen Inseln erstellen, Empfehlungen für strategische Projekte mit intergenerationaler Wirkung abgeben und den Zukunftsbericht in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Gesellschaft erarbeiten. Die Reform stärkt die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Universitäten, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit dem Ziel, nachhaltige Entwicklung und soziale Gerechtigkeit für die Inselbewohner von heute und morgen sicherzustellen.

Für die Kanarischen Inseln bedeutet das eine strategische Weichenstellung, die ihre politische Steuerung auf eine zukunftsorientierte Basis stellt. Der weitere Prozess zur Umsetzung der Reform ist offen, sodass politische Entscheidungsträger, Wissenschaft und Gesellschaft die Chance haben, aktiv an der Ausgestaltung mitzuwirken. Der neue Rat könnte so zu einem wichtigen Instrument werden, das die vielfältigen Interessen der Inselgemeinschaft langfristig verbindet und ihre nachhaltige Entwicklung fördert.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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