Kauf von Immobilien in Spanien rentabler als Mieten – Wohnen (Immobilienbuero)

Kauf von Immobilien in Spanien rentabler als Mieten

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

25 Mai, 2026

In Spanien zeigt sich ein klarer Trend: Der Kauf von Immobilien wird zunehmend als die rentabelste Option angesehen, während die Mietpreise weiter steigen. Laut dem III. Bericht über den Zugang zu Wohnraum von Century 21 Spanien ist der finanzielle Aufwand für Mieter in vielen Großstädten erheblich höher als für Käufer. Die Zahlen belegen, dass die monatliche Hypothekenrate im Durchschnitt zwischen 16 % und 45 % günstiger ist als die Miete für eine vergleichbare Wohnung. Dies betrifft nahezu alle untersuchten Hauptstädte, darunter Barcelona und Madrid, wo die Mietpreise besonders stark angestiegen sind.

In Barcelona kann die Miete bis zu 46 % des Familieneinkommens beanspruchen, während Käufer nur etwa 31 % aufwenden müssen. In Madrid liegt die Differenz bei 40 % zu 34 %. Diese Entwicklung führt zu einer steigenden sogenannten „Belastungsquote“, die das Verhältnis zwischen Einkommen und Wohnkosten misst. Internationale Organisationen sowie die Banco de España empfehlen, dass die Wohnkosten 30-35 % des Einkommens nicht überschreiten sollten. In Spanien erreichen viele Haushalte jedoch bereits eine Belastungsquote von 40 %, was die finanzielle Sicherheit der Familien gefährdet und ihre Sparmöglichkeiten einschränkt.

Die steigenden Mietpreise und die damit verbundenen finanziellen Belastungen führen dazu, dass der Zugang zu Wohnraum für viele Menschen, insbesondere für junge Familien und Menschen ohne Vermögen, zu einem ernsthaften Problem wird. Während die Hypothekenraten im Vergleich zur Miete attraktiver erscheinen, bleibt die erforderliche Anzahlung eine erhebliche Hürde. Die Banken finanzieren in der Regel bis zu 80 % des Immobilienwertes, was bedeutet, dass Käufer 20 % selbst aufbringen müssen. Hinzu kommen zusätzliche Kosten wie Steuern, Notar- und Registergebühren, die zwischen 10 % und 15 % des Immobilienwertes betragen können.

Für eine Immobilie im Wert von 200.000 Euro könnte dies bedeuten, dass Käufer schnell zwischen 60.000 und 70.000 Euro an Eigenkapital benötigen. Diese Anforderungen machen es besonders schwierig für junge Menschen und Familien, die trotz der niedrigeren monatlichen Hypothekenraten oft nicht in der Lage sind, die notwendigen Mittel für den Erwerb einer Immobilie aufzubringen.

Ohne eine stabile politische Lösung und eine tatsächliche Erweiterung des Wohnungsangebots wird erwartet, dass die Mietpreise weiterhin steigen werden. Die Kombination aus steigenden Kosten und einer hohen Belastungsquote könnte dazu führen, dass der Zugang zu Wohnraum für einen Großteil der spanischen Bevölkerung ein zentrales wirtschaftliches Problem bleibt. Die paradoxen Umstände auf dem Immobilienmarkt verdeutlichen, dass während die monatlichen Kosten für Hypotheken niedriger sind als die Mieten, der Zugang zu Hypotheken für viele nach wie vor eine große Herausforderung darstellt. Diese Entwicklungen sind für alle relevant, die auf den Kanarischen Inseln leben oder dort Urlaub machen, da die Trends auf dem spanischen Festland auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt in den beliebten Urlaubsregionen haben können.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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