Am Morgen des 15. Juni wurde ein Kleinkind im Alter von unter einem Jahr mit lebensbedrohlichen Verletzungen nach einem Beinahe-Ertrinken in einem Apartmentkomplex im Municipio La Oliva auf Fuerteventura ins Krankenhaus gebracht. Gegen 09:50 Uhr alarmierte eine Notrufmeldung den kanarischen Rettungsdienst (CECOES 112), nachdem das Kind bewusstlos aus einem Swimmingpool gezogen worden war und deutliche Anzeichen eines Ertrinkungsunfalls zeigte.
Das Notfallteam des Servicio de Urgencias Canario (SUC) reagierte sofort und entsandte eine medizinisch ausgestattete Ambulanz, eine Basis-Notfallambulanz sowie einen Hubschrauber mit medizinischer Besatzung. Außerdem wurden ein Arzt und eine Krankenschwester vom Gesundheitszentrum Corralejo, die Guardia Civil, die lokale Polizei sowie die Feuerwehr La Oliva alarmiert.
Vor Ort begann das Rettungspersonal unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen, da das Kleinkind eine Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden durch die anwesenden Ärzte und Pfleger aus dem SUC und dem Gesundheitszentrum weitergeführt. Durch die fortgesetzte kardiopulmonale Reanimation gelang es, den Puls des Kindes wiederherzustellen und es zu stabilisieren.
Im Anschluss erfolgte der Transport des schwerverletzten Kindes mit dem medizinisch ausgestatteten Hubschrauber zum Hospital Universitario Materno Infantil auf Gran Canaria. Die Feuerwehr sicherte währenddessen die Landung und den Start des Hubschraubers auf dem nahegelegenen Fußballplatz ab. Die Polizei unterstützte die Rettungskräfte und leitete die erforderlichen Ermittlungen ein.
Der Vorfall unterstreicht die Gefahren von Wasserunfällen bei Kleinkindern, insbesondere in privaten oder touristischen Anlagen auf den Kanarischen Inseln. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf Fuerteventura ist dies eine ernste Erinnerung daran, Kinder im und am Wasser niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Trotz der schnellen und professionellen Reaktion der Rettungskräfte bleibt der Zustand des Kindes kritisch.
Die Behörden erinnern an die Bedeutung von Sicherheitsvorkehrungen an Pools, insbesondere in Ferienanlagen, und empfehlen die Installation von Schutzvorrichtungen sowie die ständige Beaufsichtigung von Kindern. Für Urlauber auf den Kanaren bedeutet dies, sich vor Aufenthalten in Apartmentkomplexen oder Hotels mit Poolanlagen über örtliche Sicherheitsstandards zu informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Der Fall zeigt auch die gut funktionierende Vernetzung der Rettungsdienste auf den Kanarischen Inseln, die durch den Einsatz von Luftrettung und spezialisierter medizinischer Versorgung lebensrettend eingreifen können. Die weitere Behandlung des Kindes wird am Hospital Universitario Materno Infantil auf Gran Canaria erfolgen, wo es intensivmedizinisch betreut wird. Weitere Informationen zum Gesundheitszustand wurden bislang nicht bekanntgegeben.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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