Lehrer aus Gran Canaria erlebt schwere Wohnkonflikte auf Teneriffa – Behörden (Guardia Civil)

Lehrer aus Gran Canaria erlebt schwere Wohnkonflikte auf Teneriffa

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

12 Juli, 2026

Christian M., ein Lehrer von Gran Canaria, zog im September 2025 nach Teneriffa, um eine neue Stelle an einer Grundschule im Norden der Insel anzutreten. Trotz der beruflichen Perspektive geriet er schnell in eine belastende Wohnsituation, die ihn gesundheitlich stark beeinträchtigte und letztlich zum Verlassen der Wohnung zwang.

Die Unterkunft, die er zunächst als Übergangslösung angemietet hatte, war von Beginn an problematisch. Er teilte die Wohnung mit dem Bruder des Vermieters und einem weiteren Mieter. Der Vermieter selbst lebte nicht vor Ort, ließ jedoch einen Hund in den Gemeinschaftsbereichen zurück, der oft alleine war und durch Geruchsbelästigungen auffiel. Christian M. übernahm zunächst die Versorgung des Tieres, was sich jedoch als zusätzliche Belastung erwies, da er der Einzige war, der sich kümmerte.

Konflikte mit dem Vermieter nahmen rasch zu. Christian berichtete von unbefugtem Betreten der Wohnung durch den Vermieter, Überwachung mittels Kameras in Gemeinschaftsräumen, Bedrohungen mit Mieterhöhungen sowie der Entfernung von Küchengeräten und der Änderung von WLAN-Passwörtern. Ein besonders beunruhigendes Erlebnis war die Begegnung mit fremden Personen, darunter eine Person, die ein schamanisches Ritual in der Wohnung durchführte.

Im März 2026 reichte Christian seine erste Beschwerde bei der Guardia Civil ein, nachdem sich die Situation weiter verschärfte – unter anderem durch wochenlangen Ausfall von Warmwasser und die Angst, dass der Vermieter die Schlösser austauschen könnte. Tatsächlich musste er Ende Juni 2026 feststellen, dass die Schlösser der Wohnung geändert waren und seine persönlichen Gegenstände beschädigt oder unsortiert in Müllsäcken zurückgelassen wurden. Nach einem Polizeieinsatz konnte er die Wohnung betreten.

Die anhaltenden Belastungen führten bei Christian zu gesundheitlichen Problemen, die eine ärztlich empfohlene Auszeit erforderten. Er verließ die Wohnung und kehrte vorerst nach Gran Canaria zurück. Trotz mehrerer Anzeigen bei der Guardia Civil fühlt sich der Lehrer weiterhin bedroht und belästigt. Besonders belastend ist für ihn auch das Schicksal des Hundes, für den er sich während seines Aufenthalts verantwortlich fühlte und dessen Verbleib ungewiss ist.

Der Fall von Christian M. verdeutlicht die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt der Kanarischen Inseln. Steigende Mietpreise und ein knappes Angebot führen zu schwierigen Bedingungen für Mieter und erhöhen das Konfliktpotenzial zwischen Vermietern und Mietern. Die Guardia Civil ist in solchen Fällen die erste Anlaufstelle für Betroffene. Der konkrete Ausgang der Ermittlungen in diesem Fall steht noch aus.

Für Mieter auf den Kanaren ist der Fall eine Mahnung, sich über ihre Rechte zu informieren und bei Problemen frühzeitig rechtliche Beratung und Unterstützung zu suchen. Die Situation unterstreicht die Notwendigkeit, die Wohnraumsituation auf den Inseln langfristig zu verbessern, damit solche Konflikte nicht weiter zunehmen.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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