Mehr als 40 Prozent der Spanier scheitern an Online-Verwaltungsdiensten und suchen Ämter auf in Technik (Digital)

Mehr als 40 Prozent der Spanier scheitern an Online-Verwaltungsdiensten und suchen Ämter auf

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

3 Juli, 2026

Im Jahr 2025 sah sich fast jeder zweite Spanier gezwungen, eine Behörde persönlich aufzusuchen, weil digitale Verwaltungsverfahren nicht reibungslos funktionierten. Laut dem Bericht „La Sociedad Digital 2026“ von Red.es und dem Observatorio Nacional de Tecnología y Sociedad (ONTSI) gaben 43,7 Prozent der Befragten an, Online-Behördengänge aufgrund technischer Probleme oder komplizierter Abläufe nicht abschließen zu können. Trotz der fortschreitenden Digitalisierung bleibt die Nutzerfreundlichkeit ein zentrales Hindernis.

Der Rückgriff auf Präsenzbesuche steht im Kontrast zur wachsenden Nutzung digitaler Identifikationsmittel wie Cl@ve, digitaler Zertifikate und elektronischer Unterschriften, die inzwischen von mehr als der Hälfte der Bevölkerung verwendet werden. Dennoch bewerten nur 50,6 Prozent der Nutzer die Online-Verwaltungsprozesse als einfach und schnell – ein Wert, der im Vergleich zu vor zwei Jahren sogar gesunken ist.

Diese Diskrepanz zeigt sich besonders bei komplexen Verwaltungsverfahren wie Steuererklärungen oder der Beantragung von Sozialleistungen, bei denen viele Bürger weiterhin auf persönliche Unterstützung angewiesen sind. Im Gegensatz dazu bewältigen über 80 Prozent der Spanier alltägliche Online-Aktivitäten wie Informationssuche, Kommunikation oder Einkäufe ohne fremde Hilfe. Dies unterstreicht, dass die Probleme weniger an mangelnder Internetaffinität liegen, sondern an der unzureichenden Gestaltung der Verwaltungsportale.

Sancho Lerena, Geschäftsführer von Pandora FMS, bringt die Herausforderung auf den Punkt: „Digitalisieren allein genügt nicht. Wenn fast die Hälfte der Bürger wegen Online-Problemen wieder zur Behörde gehen muss, handelt es sich nicht um eine echte digitale Verwaltung, sondern lediglich um eine Verlagerung der Schalter ins Internet.“

Für die Kanarischen Inseln liegen keine gesonderten Daten vor, doch die landesweiten Ergebnisse sind auch hier von Bedeutung. Sowohl Einwohner als auch Touristen sollten sich trotz digitaler Angebote auf mögliche Verzögerungen und persönliche Behördengänge einstellen.

Der Bericht macht deutlich, dass Spanien zwar auf einem guten Weg zur digitalen Verwaltung ist, der Erfolg jedoch maßgeblich von der Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Online-Dienste abhängt. Die Herausforderung besteht darin, technische Fortschritte mit einer verbesserten Nutzererfahrung zu verbinden, um das Vertrauen der Bürger in digitale Verwaltungsprozesse nachhaltig zu stärken und die Präsenzbesuche zu reduzieren.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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