Mogán: Bürgermeisterin und Stadträte blockieren seit Jahren Polizeiparkplätze – Behörden (Guardia Civil)

Mogán: Bürgermeisterin und Stadträte blockieren seit Jahren Polizeiparkplätze

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

15 Juni, 2026

In Mogán auf Gran Canaria behindern die Bürgermeisterin Onalia Bueno und mehrere Stadträte seit fast einem Jahrzehnt wiederholt die Parkplätze der örtlichen Polizei. Die Fahrzeuge der Verantwortlichen parken regelmäßig auf den für Polizeiwagen reservierten Stellflächen neben dem Rathaus in Arguineguín. Dieser Zustand führt nicht nur zu Ärgernissen, sondern hat auch schon ernste Konsequenzen nach sich gezogen.

Der Parkplatz der Policía Local liegt unmittelbar neben dem Rathaus von Mogán, nur wenige Gehminuten von zwei weiteren öffentlichen Parkplätzen entfernt. Trotz einer eigens für die Bürgermeisterin reservierten Parklücke nutzt Onalia Bueno seit Jahren ausgerechnet die Plätze, die eigentlich für Streifenwagen vorgesehen sind. Auch die Stadträte Víctor Gutiérrez, Tania del Pino Alonso und Juan Mencey Navarro stellen ihre privaten Fahrzeuge dort ab – teils sogar auf Flächen, auf denen selbst Polizeibeamte nicht parken dürfen.

Ein interner Bericht, der im Mai dieses Jahres bei der Polizeileitung einging, dokumentiert die andauernde Problematik. Ein Polizeibeamter schildert darin, wie die Blockade der Parkplätze dazu führt, dass Einsatzfahrzeuge in zweiter oder dritter Reihe stehen müssen. Das erschwert das schnelle Ausrücken erheblich, da oft erst andere Fahrzeuge wegbewegt werden müssen. Die Beamten beklagen seit Jahren diese Einschränkungen, die ihre Arbeit erschweren.

Besonders gravierend ist ein Vorfall, der sich im November 2025 ereignete. Damals konnte ein Fahrzeug des Zivilschutzes nicht umgehend vom Polizeiparkplatz ausrücken, um einen Notfall in Puerto Rico zu versorgen. Weil der Weg durch falsch geparkte Fahrzeuge blockiert war – darunter auch das Auto der Bürgermeisterin –, musste die Guardia Civil den Einsatz übernehmen. Der Patient, ein polnischer Arbeiter, der bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt wurde, verstarb trotz Reanimationsversuchen. Der Bericht stellt klar, dass das verspätete Ausrücken des Zivilschutzfahrzeugs nicht unmittelbar für den Tod verantwortlich gemacht wird, doch die Blockade trug zu einer Verzögerung bei.

Bereits 2017 gab es einen weiteren brisanten Fall: Ein Polizist wagte es damals, zwei Stadträte wegen Falschparkens zu bestrafen. Kurz darauf wurde sein privates Dienstfahrzeug beschädigt. In dem offiziellen Bericht äußerte der Beamte, dass er keine konkreten Verdächtigen habe, aber die Umstände als bemerkenswert empfinde. Damals gab es im Rathaus klare Anweisungen, keine Fahrzeuge der Bürgermeisterin zu bestrafen und den Stadträten möglichst aus Kulanz den Weg freizuhalten. Dennoch wurden einige Fahrzeuge schließlich doch mit Bußgeldern belegt.

Die wiederholte Blockade der Polizeiparkplätze durch das Stadtoberhaupt und ihre Kollegen zeigt eine problematische Haltung gegenüber den Einsatzkräften. Für die Einwohner und Besucher von Mogán bedeutet dies, dass die lokale Polizei im Ernstfall möglicherweise nicht so schnell reagieren kann, wie es nötig wäre. Urlauber und Auswanderer sollten sich dieser Situation bewusst sein, da sie die Sicherheit in der Gemeinde beeinträchtigen könnte.

Die Gemeinde verfügt über ausreichend alternative Parkplätze in unmittelbarer Nähe, die von den Stadträten und der Bürgermeisterin genutzt werden könnten, ohne die Arbeit der Polizei zu behindern. Die anhaltende Blockade der Polizei-Parkplätze wirft Fragen zur Verantwortlichkeit und zum Umgang mit öffentlichen Ressourcen auf und bleibt ein ungelöstes Problem in Mogán.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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