Mogán stoppt Regularisierungsverfahren für illegale Wohnungen in Monte Carrera auf Gran Canaria (Puerto De Mogan)

Mogán stoppt Regularisierungsverfahren für illegale Wohnungen in Monte Carrera

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

19 April, 2026

Der Gemeinderat von Mogán hat entschieden, das Regularisierungsverfahren für 37 illegal errichtete Wohnungen in der Urbanisation Monte Carrera in Arguineguín auszusetzen. Dieser Schritt folgt auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts von Las Palmas, das die Illegalität der Bauarbeiten bestätigt hat. Die Richterin stellte fest, dass die Wohnungen während der COVID-19-Pandemie ohne die erforderlichen Genehmigungen errichtet wurden. Ursprünglich war im Jahr 2005 eine Baugenehmigung für lediglich zwei Stockwerke erteilt worden, doch die Bauträger überschritten diese Genehmigung und errichteten ein Gebäude mit drei Etagen. Damit verstoßen sie gegen die örtlichen Bauvorschriften.

Die Aussetzung des Programms zur städtischen Sanierung (PAMU) soll dazu dienen, die rechtlichen Konsequenzen des Urteils eingehend zu prüfen. Der zuständige Stadtrat Mencey Navarro betonte, dass eine sorgfältige Bewertung der Auswirkungen auf die Regularisierung der Gebäude notwendig sei. Das PAMU hatte vorgesehen, dass die Bauträger der Gemeinde 625 Quadratmeter Land zur Verfügung stellen, um eine Erhöhung der Bebaubarkeit um 3.120 Quadratmeter zu erreichen. Diese Maßnahme wäre essenziell für die Legalisierung der Wohnungen und der damit verbundenen drei Gewerbeeinheiten gewesen.

Die Anwohner des Monte Carrera Green Garden Club haben sich jedoch lautstark gegen die Legalisierung ausgesprochen. Sie fordern die sofortige Einstellung des Verfahrens und bringen ernsthafte Bedenken vor. Ihre Hauptargumentation ist, dass die Grundstücke, die von den Bauträgern der Gemeinde angeboten werden, in Wirklichkeit Gemeinschaftseigentum sind. Zudem kritisieren sie, dass die Initiative zur Legalisierung nicht ordnungsgemäß mit den Eigentümern abgestimmt wurde, was Fragen zur Transparenz und zur Einhaltung von Vorschriften aufwirft. Diese Situation könnte nicht nur rechtliche Probleme nach sich ziehen, sondern auch das nachbarschaftliche Verhältnis belasten.

Ein weiterer kritischer Punkt wurde von dem Unternehmer Juan Manuel Pérez León angesprochen, der eine formelle Beschwerde eingereicht hat. Er warnt vor den Gefahren, die aus der Legalisierung von illegalen Bauprojekten entstehen können. Dies betrifft nicht nur die rechtlichen Aspekte, sondern auch die Sicherheit und die Lebensqualität der Anwohner. In einer Region, die stark vom Tourismus abhängig ist, könnte eine solche Regularisierung negative Auswirkungen auf das Image der Gemeinde haben.

Für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren ist dieses Thema besonders relevant. Viele Deutsche besitzen Immobilien auf den Inseln und sind oft direkt von lokalen Bauvorschriften betroffen. Die Unsicherheit, die durch diese rechtlichen Auseinandersetzungen entsteht, könnte potenzielle Käufer abschrecken und den Immobilienmarkt in der Region belasten. Zudem könnte die Diskussion um die Legalisierung illegaler Bauprojekte ein Signal an andere Bauträger senden, dass solche Praktiken toleriert werden.

Die Entscheidung des Gemeinderats könnte also weitreichende Folgen haben, nicht nur für die betroffenen Bewohner, sondern auch für die gesamte Gemeinde Mogán. Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen und die öffentliche Meinung sich entwickeln.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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