Die kanarische Gesundheitsbehörde hat den Bau des neuen Gesundheitszentrums Corralejo II Dunas auf Fuerteventura offiziell vergeben. Mit einem Gesamtwert von 9.924.754,45 Euro, inklusive der kanarischen Mehrwertsteuer (IGIC), wird dieses Projekt nicht nur die medizinische Versorgung vor Ort erheblich verbessern, sondern auch einen wichtigen Schritt zur Entlastung des bestehenden Gesundheitszentrums darstellen. Die Finanzierung erfolgt teilweise durch die Europäische Union im Rahmen des Programms für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2021-2027, was die Bedeutung des Projekts auf europäischer Ebene unterstreicht.
Der Vertrag für den Bau wurde am 5. Mai 2023 unterzeichnet, und die Bauzeit beträgt voraussichtlich 23 Monate. Der Baubeginn hängt jedoch noch von der Unterzeichnung des Protokolls zur Überprüfung des Bauplans ab, das innerhalb eines Monats nach Vertragsunterzeichnung erfolgen muss. Diese zeitliche Vorgabe ist entscheidend, um den Fortschritt nicht unnötig zu verzögern. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das neue Gebäude eine einjährige Garantiezeit haben, die sicherstellt, dass eventuelle Mängel behoben werden.
Tomás Pérez, der Direktor des Gesundheitsbereichs Fuerteventura, hebt die Dringlichkeit des neuen Zentrums hervor. Die Gesundheitszone La Oliva hat in den letzten Jahren aufgrund des Bevölkerungswachstums erheblich an Druck zugenommen. Das bestehende Gesundheitszentrum hat nach mehreren Erweiterungen seine Kapazitätsgrenze erreicht. Für die deutschsprachige Bevölkerung auf den Kanaren ist dies besonders relevant, denn viele von ihnen sind auf eine zuverlässige medizinische Versorgung angewiesen. Die neuen Einrichtungen werden nicht nur für die ansässigen Deutschen, sondern auch für Touristen von großer Bedeutung sein, die häufig medizinische Dienstleistungen in Anspruch nehmen müssen.
Das neue Zentrum wird eine Fläche von 3.500 Quadratmetern umfassen und in einer einzigen Etage angelegt sein, um die Zugänglichkeit zu erleichtern. Diese Planung ist besonders wichtig, da sie die Barrierefreiheit für ältere Menschen, Familien mit Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität verbessert. Geplant sind verschiedene medizinische Bereiche, darunter Notfallversorgung, allgemeine und chirurgische Behandlungen sowie spezielle Angebote für Frauen und Kinder. Das Ziel ist es, eine umfassende medizinische Versorgung zu gewährleisten, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird.
Aktuell bedient die Gesundheitszone La Oliva rund 27.450 registrierte Patienten. Diese Zahl zeigt deutlich, wie wichtig es ist, die medizinische Infrastruktur auszubauen. Durch die Errichtung des neuen Gesundheitszentrums wird nicht nur die Qualität der Versorgung steigen, sondern auch die Wartezeiten voraussichtlich verkürzt. Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren ist dies eine positive Entwicklung, die nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern auch das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit in der neuen Heimat stärkt.
Insgesamt stellt der Bau des Gesundheitszentrums Corralejo II Dunas einen bedeutenden Fortschritt für die medizinische Versorgung auf Fuerteventura dar. Die Investition in die Gesundheit der Bevölkerung ist ein klares Signal, dass die kanarischen Behörden die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums ernst nehmen und aktiv an Lösungen arbeiten.