Die kanarische Regierung hat ein neues Projekt zur Renaturalisation urbaner Räume vorgestellt, das im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung und der spanischen Stadtagenda steht. Ziel ist es, den Gemeinden und Inselverwaltungen vier Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die Lösungen basierend auf der Natur in die Stadtplanung integrieren. Die Initiative wurde von Manuel Miranda, dem zuständigen Minister, und weiteren Vertretern vorgestellt und soll die Umweltgestaltung in Städten und Dörfern des Archipels fördern.
Eines der zentralen Instrumente ist ein praktischer Leitfaden für die Begrünung urbaner Räume, der Kriterien für den Entwurf, die Umsetzung und die Pflege von Grünflächen in bestehenden und neuen städtischen Gebieten bietet. Zudem wurde ein Katalog einheimischer Pflanzen für urbane Umgebungen präsentiert, der auf die spezifischen Bedingungen der Inseln abgestimmt ist und Entscheidungsträgern helfen soll, umweltfreundlichere und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.
Eine weitere wichtige Komponente ist eine interaktive digitale Plattform, die den Leitfaden und den Pflanzenkatalog vereint und als Raum für Wissensaustausch und gemeinsames Lernen zwischen den Inseln dient. Darüber hinaus wurde ein Online-Trainingsprogramm ins Leben gerufen, das sich an verschiedene Zielgruppen richtet, darunter technische Mitarbeiter der Kommunen und Umweltorganisationen. Die erste Schulung zog über 230 Teilnehmer an und wird bei Bedarf wiederholt.
Die Kataloge werden ab sofort an alle Gemeinden und Inselverwaltungen verteilt, um den Zugang zu diesen Ressourcen zu erleichtern. Die Verantwortlichen betonen, dass die Renaturalisation urbaner Räume nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Gerechtigkeitsfrage ist.
Quelle: fuerteventuradigital canarias
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