Nur jede zehnte Mietwohnung auf den Kanaren erlaubt Hunde oder Katzen in Tiere (Haustiere)

Nur jede zehnte Mietwohnung auf den Kanaren erlaubt Hunde oder Katzen

User avatar placeholder
Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

14 Juni, 2026

Die Suche nach einer Mietwohnung auf den Kanarischen Inseln ist ohnehin eine Herausforderung, besonders in den Hauptstädten und begehrten Wohngebieten. Für Haustierbesitzer wird die Lage noch schwieriger: Nur rund zehn Prozent der Mietwohnungen erlauben Hunde oder Katzen. Diese Einschränkung schränkt die ohnehin knappen Wohnungsangebote deutlich ein und trifft viele Bewohner und Neuankömmlinge mit Haustieren hart.

Laut Daten des spanischen Immobilienportals Fotocasa geben landesweit lediglich 12,1 Prozent der Mietanzeigen explizit an, dass Haustiere willkommen sind. Das bedeutet, dass die große Mehrheit der Wohnungen entweder keine Tiere erlaubt oder diese Möglichkeit nicht erwähnt. In einem ohnehin angespannten Markt mit steigenden Mietpreisen und begrenztem Wohnraum schließt dies viele potenzielle Mieter mit Tieren automatisch aus.

Die Kanaren bilden hier keine Ausnahme. Die Inseln verzeichnen eine hohe Nachfrage nach Wohnungen, vor allem in den urbanen Zentren wie Las Palmas de Gran Canaria oder Santa Cruz de Tenerife. Für viele Menschen, die auf die Inseln ziehen oder dort Urlaub machen, gehört das Haustier zur Familie. In Spanien leben etwa neun Millionen Hunde und rund sechs Millionen Katzen – ein Trend, der als „pet parenting“ bezeichnet wird, also der Haltung von Haustieren als vollwertige Familienmitglieder.

Doch viele Vermieter auf den Kanaren zeigen sich zurückhaltend, wenn es um Tiere in ihren Immobilien geht. Die Befürchtung von Schäden an der Wohnung oder möglichen Konflikten mit Nachbarn führt dazu, dass Haustierhalter oft aus dem Mietmarkt ausgeschlossen werden. Trotz der steigenden Bedeutung von Haustieren in der Gesellschaft haben sich viele Vermieter und die Wohnungswirtschaft bisher nicht ausreichend auf diese Entwicklung eingestellt.

Zwar gibt es erste Anzeichen, dass einige professionelle Vermieter ihre Haltung lockern und Haustiere erlauben, doch der Großteil des Marktes bleibt restriktiv. In einem Markt mit hoher Nachfrage und begrenztem Angebot können Vermieter es sich leisten, wählerisch zu sein. Für Mieter mit Hund oder Katze bedeutet das, dass sie bei der Wohnungssuche oft weniger Auswahl haben und mit höheren Hürden konfrontiert werden.

Für Urlauber auf den Kanaren, die mit ihren Haustieren reisen möchten, ist diese Situation ebenfalls relevant. Viele Ferienwohnungen und Apartments schließen Tiere aus oder verlangen zusätzliche Gebühren. Auch für Auswanderer, die dauerhaft auf den Inseln leben wollen, stellt die Suche nach einer haustierfreundlichen Wohnung eine zusätzliche Herausforderung dar.

Die Situation auf den Kanarischen Inseln spiegelt eine landesweite Problematik wider: Der Immobilienmarkt reagiert nur zögerlich auf gesellschaftliche Veränderungen, die Haustiere als Familienmitglieder anerkennen. Solange Vermieter ihre Bedenken nicht abbauen und mehr Wohnungen für Haustierbesitzer freigeben, bleibt die Wohnungssuche für diese Gruppe schwierig. Für alle, die mit Hund oder Katze auf den Kanaren leben oder dorthin ziehen wollen, bedeutet das vor allem eines: Geduld und Flexibilität bei der Wohnungssuche sind unerlässlich.

Quelle: laprovincia.es
Zum Original

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Deutschsprachige Kleinanzeigen für alle Kanaren-Inseln: Immobilien, Jobs, Fahrzeuge, Dienstleistungen und mehr – jetzt Angebote entdecken oder kostenlos inserieren.

→ Anzeigen entdecken