Im April 2023 nahm die Guardia Civil in Santa María de Guía eine 32-jährige spanische Staatsbürgerin aus Sevilla fest. Sie steht im Verdacht, Schmuck im Wert von rund 10.000 Euro von einer älteren Dame gestohlen zu haben. Die Ermittlungen ergaben, dass die Beschuldigte, als Pflegekraft tätig, das Vertrauen der ihr anvertrauten Personen gewonnen hatte. Dies verschaffte ihr Zugang zu allen Räumen der Wohnung, selbst in Abwesenheit der Bewohner.
Die Ermittlungen wurden nach einer Anzeige der Angehörigen der betroffenen Seniorin eingeleitet. Diese hatten festgestellt, dass einige Schmuckstücke fehlten und verdächtigten die Pflegekraft, da sie die einzige Person außerhalb des familiären Kreises mit Zugang zur Wohnung war. In der Folge führten die Ermittler eine Reihe von Nachforschungen durch, die sich auf die Pflegekraft konzentrierten.
Die Guardia Civil entdeckte insgesamt 34 Transaktionen, die die Verdächtige in verschiedenen Juweliergeschäften durchgeführt hatte. Leider konnten nur einige der gestohlenen Stücke zurückgeholt werden, da sie bereits verkauft worden waren. Die rechtmäßige Eigentümerin erkannte die wiedergefundenen Schmuckstücke sofort als ihre eigenen.
Die Ermittlungen ergaben genügend Hinweise auf die mutmaßliche Täterschaft der Pflegekraft. Dies führte zu ihrer Festnahme und der Einleitung weiterer rechtlicher Schritte. Die Beweise wurden an die zuständige Justizbehörde übergeben. Die Tat soll sich über einen Zeitraum erstreckt haben, der bis ins Jahr 2025 zurückreicht.
Die Vorgehensweise der Beschuldigten ist besorgniserregend. Sie nutzte ihre Position als Pflegekraft, um das Vertrauen der älteren Dame und ihrer Angehörigen zu gewinnen. Daraufhin konnte sie ungehindert die wertvollen Schmuckstücke entwenden und diese für einen Bruchteil ihres tatsächlichen Wertes verkaufen. Die Ermittler schätzen, dass der Wert des gestohlenen Schmucks die 10.000 Euro-Marke übersteigt, ohne die Faktoren wie Material, Alter und emotionalen Wert der Stücke zu berücksichtigen.
Für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren, insbesondere für Auswanderer und Pflegekräfte, ist dieser Fall ein alarmierendes Beispiel für die Risiken im Pflegeberuf. Es zeigt, wie wichtig es ist, bei der Auswahl von Pflegepersonal Vorsicht walten zu lassen und die Vertrauenswürdigkeit der Mitarbeiter zu überprüfen. Angehörige sollten regelmäßig den Zustand und die Gegenstände in der Wohnung ihrer Lieben kontrollieren, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Die Guardia Civil betont die Notwendigkeit, verdächtige Aktivitäten sofort zu melden und rechtzeitig zu handeln, um weiteren Schaden zu verhindern.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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