Pilotprojekt in La Palma reduziert Psychopharmaka-Konsum bei Frauen – Gesundheit (Apotheke)

Pilotprojekt in La Palma reduziert Psychopharmaka-Konsum bei Frauen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

13 August, 2026

In La Palma wurde ein Pilotprojekt gestartet, das sich speziell an Frauen zwischen 40 und 79 Jahren richtet, die Psychopharmaka einnehmen und in einer vulnerablen Lebenssituation sind. Die Initiative „Aura: mujeres que renacen“ wird seit März von der Generaldirektion für psychische Gesundheit und Suchtkrankheiten des Kanarischen Gesundheitsdienstes, gemeinsam mit dem Cabildo von La Palma und der lokalen Suchthilfeorganisation, umgesetzt. Ziel ist es, die emotionale Gesundheit, die persönliche Autonomie und die Lebensqualität der betroffenen Frauen zu verbessern und gleichzeitig den Konsum von Psychopharmaka durch eine umfassende gemeinschaftliche Intervention zu verringern.

Das Projekt konzentriert sich auf Frauen, die neben dem Konsum von Psychopharmaka oft auch von Einsamkeit, Angst- oder depressiven Symptomen, häuslicher Gewalt oder der Belastung durch Pflegeaufgaben betroffen sind. Es findet in den drei Gesundheitsgrundversorgungsgebieten des Valle de Aridane statt: Los Llanos de Aridane, El Paso sowie Villa y Puerto de Tazacorte. Dort werden Frauen, denen Psychopharmaka verschrieben wurden oder die soziale Problemlagen aufweisen, identifiziert und zu Unterstützungsangeboten eingeladen.

Die Methodik basiert auf einem biopsychosozialen Ansatz mit kognitiv-verhaltenstherapeutischen Elementen und einem lösungsorientierten Fokus. In 20 Sitzungen, aufgeteilt in vier Module, arbeiten die Teilnehmerinnen an der Reduzierung ihres Medikamentenkonsums, der Stärkung sozialer Kompetenzen, der Förderung gesunder Lebensweisen sowie der Selbstwahrnehmung und des Empowerments. Dabei steht die Frau im Mittelpunkt, um ihr die Kontrolle über ihre eigene Geschichte zurückzugeben.

Die Aktivitäten umfassen unter anderem Treffen im Freien mit gesunden Frühstücken, spielerische Gemeinschaftsaktionen in den Gemeinden und Besuche typischer regionaler Orte. Diese Angebote fördern nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern auch positive Erfahrungen und den gegenseitigen Austausch. Die Sitzungen werden von Fachkräften aus Psychologie, Sozialarbeit, Medizin und Verwaltung der Suchthilfeorganisation geleitet.

Das Projekt ist Teil des IV. Kanarischen Suchtplans und zielt darauf ab, die negativen Folgen des Missbrauchs von Benzodiazepinen einzudämmen. Die beteiligten Institutionen setzen damit einen wichtigen Schritt, um die Versorgung und Unterstützung von Frauen in schwierigen Lebenslagen zu verbessern und den Medikamentenkonsum verantwortungsvoller zu gestalten. Die Initiative bleibt offen für weitere Entwicklungen und Anpassungen, um den Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht zu werden und langfristige Verbesserungen in der psychischen Gesundheit zu erreichen.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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