PP fordert Rücktritt von Ángel Víctor Torres wegen Korruptionsaffäre – Politik (Politiker)

PP fordert Rücktritt von Ángel Víctor Torres wegen Korruptionsaffäre

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

14 Juli, 2026

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss des kanarischen Parlaments hat politische Verantwortlichkeiten für die Korruptionsaffäre um die Beschaffung von medizinischem Material während der COVID-19-Pandemie festgestellt und fordert den Rücktritt des ehemaligen Präsidenten der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres. Der Abschlussbericht mit 114 Seiten und 17 Schlussfolgerungen wirft Torres vor, eine korrupte Struktur durch sein Handeln und Unterlassen ermöglicht zu haben.

Die Affäre dreht sich um die Vergabe und Modifikation von Verträgen im Wert von mehr als 90 Millionen Euro, bei denen über 20 Millionen Euro öffentliche Gelder mutmaßlich an eine korrupte Organisation flossen. Die Untersuchung belegt politische Eingriffe in Verwaltungsverfahren, unkontrollierte Zuständigkeiten und den Einsatz eines „illegalen“ Gremiums zur Verwaltung der Pandemie-Notlage.

Der Abgeordnete Fernando Enseñat von der Partido Popular kritisierte die Reaktion von Torres und der PSOE, die Vorwürfe zu leugnen und den Untersuchungsausschuss zu diskreditieren. Er betonte, dass Torres nicht länger hinter Verneinungen verstecken könne, da klare Beweise für unlautere Begünstigungen, Unregelmäßigkeiten und politische Einflussnahmen vorlägen. Zudem müsse Torres für die Abberufung der damaligen Gesundheitsministerin Teresa Cruz sowie für die Fortsetzung des umstrittenen Leiters des Gesundheitsdienstes, Conrado Domínguez, während des Skandals verantwortlich gemacht werden.

Ergänzend zu den parlamentarischen Erkenntnissen liegen Berichte der Guardia Civil vor, die hohe politische Einflussnahmen des damaligen Präsidenten und seines Vize Antonio Olivera belegen. Diese Beweise umfassen dokumentierte Gespräche, Nachrichten und Audios, deren Echtheit auch Torres nicht anzweifelt. Der Oberste Gerichtshof verurteilte zudem führende Mitglieder der kriminellen Organisation, die durch politisches Zutun auf den Kanarischen Inseln operieren konnte.

Die PP-Abgeordnete Jennifer Curbelo unterstrich, dass die parlamentarische Untersuchung, die polizeilichen Berichte und das Gerichtsurteil zusammen ein vollständiges Bild der Affäre liefern. Sie bezeichnete die Verurteilungen als historisch und betonte, dass die politische Verantwortung trotz klarer Beweislage bisher nicht übernommen wurde. Für sie ist es nun an der Demokratie, politische Konsequenzen einzufordern, die über strafrechtliche Urteile hinausgehen.

Der Fall belastet das Vertrauen in die politische Führung der Kanarischen Inseln während einer kritischen Phase der Pandemie erheblich. Die Forderung der Partido Popular nach dem sofortigen Rücktritt von Ángel Víctor Torres steht im Raum. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die PSOE und andere politische Kräfte auf diesen Druck reagieren und welche Auswirkungen dies auf die politische Landschaft der Kanaren haben wird.

Quelle: lavozdefuerteventura.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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