In Las Palmas de Gran Canaria haben sich am Donnerstagabend etwa 40 Personen versammelt, um gegen die bevorstehende Ankunft des niederländischen Kreuzfahrtschiffs MV Hondius zu protestieren. Das Schiff, das am Sonntag in Granadilla de Abona, Teneriffa, erwartet wird, ist von einem Hantavirus-Ausbruch betroffen. Die Demonstranten äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung der Kanarischen Inseln und trugen Transparente mit Slogans wie ‚Canarias nicht als Müllhalde von Pedro Sánchez‘.
Die Protestaktion, die unter dem Motto ‚Canario, da la cara por tu seguridad y tu integridad‘ stattfand, wurde über soziale Medien organisiert. Die Teilnehmer forderten, dass die Gesundheit der Anwohner und Familien in den Inseln geschützt wird, insbesondere nach den Erfahrungen mit der COVID-19-Pandemie. Eine der Demonstrantinnen, Oneida Socorro, bezeichnete die Entscheidung der spanischen Regierung als „willkürlich“ und forderte, dass die Passagiere medizinisch außerhalb der Kanaren versorgt werden.
Das Kreuzfahrtschiff hat 144 Personen an Bord, darunter 14 Spanier, und hat zuvor mehrere Tage vor der Küste von Kap Verde verbracht. Insgesamt sind bisher drei Todesfälle und mindestens neun Hantavirus-Fälle, darunter fünf bestätigte Infektionen, registriert worden. Eine niederländische Stewardess wurde mit leichten Symptomen in Amsterdam hospitalisiert. Die Demonstranten kündigten an, ihre Proteste fortzusetzen, falls die Ankunft des Schiffs nicht gestoppt wird.
Quelle: eldiario.es
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