Protest in Santa Cruz de Tenerife: Beschäftigte der häuslichen Hilfe fordern bessere Arbeitsbedingungen – Gesundheit (Arzt…

Protest in Santa Cruz de Tenerife: Beschäftigte der häuslichen Hilfe fordern bessere Arbeitsbedingungen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

20 September, 2026

Auf der Plaza de España in Santa Cruz de Tenerife versammelten sich am gestrigen Tag fast hundert Beschäftigte des Dienstes für häusliche Hilfe (SAD), deren Angehörige sowie einige Nutzerinnen und Nutzer. Anlass war eine landesweite Protestaktion, die auf den Kanaren besondere Bedeutung erlangte, da dort kürzlich mehrere Mitarbeiterinnen des SAD von Santa Cruz de Tenerife Misshandlungen und Gewalt am Arbeitsplatz öffentlich gemacht hatten. Diese Vorfälle führten dazu, dass die Stadtverwaltung eine mögliche Aussetzung des Dienstes prüft.

Die Versammlung machte auf die schwierige Lage der Beschäftigten aufmerksam und brachte deren zentrale Forderungen an die Gesellschaft und die politischen Institutionen zum Ausdruck. Zentrale Anliegen sind die Verbesserung der Arbeitsrechte, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und grundlegende Veränderungen im Arbeitsmodell. Gefordert werden unter anderem faire Verträge, angemessene Arbeitszeiten und Löhne, die vollständige Bezahlung im Krankheitsfall sowie eine realistische Erfassung der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Zudem verlangen die Beschäftigten durchgehende Arbeitstage mit echten Pausen, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie die Abschaffung von Überstunden und verdeckten Mehrarbeitsstunden.

Die Beschäftigten fordern außerdem, dass die Fahrzeiten zwischen den Kunden als Arbeitszeit anerkannt und Fahrtkosten sowie der Verschleiß an privaten Fahrzeugen angemessen vergütet werden. Notwendig seien zudem geeignete Arbeitsmittel, echte Prävention von Arbeitsrisiken sowie finanzielle Zuschläge für besonders belastende, gefährliche und gesundheitsschädliche Tätigkeiten. Anerkennung der berufsbedingten Krankheiten und die Möglichkeit der vorzeitigen Rente mit 60 Jahren aufgrund der physischen und psychischen Belastungen gehören ebenfalls zu den Forderungen.

Darüber hinaus verlangen die Betroffenen eine professionelle Anerkennung ihrer Tätigkeit sowie Fortbildungen, die während der Arbeitszeit stattfinden. Sie setzen sich für einen öffentlichen, universellen, kostenfreien und qualitativ hochwertigen Dienst für häusliche Hilfe ein, der allen Bedürftigen zur Verfügung steht. Dies schließt ausreichende Personalstärken und eine angemessene Arbeitsbelastung ein. Auch sollen bei Stellenübernahmen verbindliche und realistische Garantien gelten.

Die Beschäftigten betonen die Bedeutung des Dienstes für tausende ältere Menschen, Pflegebedürftige und Menschen mit Unterstützungsbedarf, die dadurch ein würdevolles Leben in ihrem Zuhause führen können. Trotz dieser wichtigen Aufgabe sehen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich mit prekären Arbeitsbedingungen, Überlastung und mangelnder Wertschätzung konfrontiert. Hinzu kommen teils körperliche und sexuelle Übergriffe, wie sie von Kolleginnen in Santa Cruz de Tenerife gemeldet wurden.

Sara González, eine Sprecherin der Beschäftigten, zeigte sich besorgt über diese Übergriffe. Sie wies darauf hin, dass die Mitarbeiterinnen oft allein in die Wohnungen gehen und nicht wissen, was sie erwartet. Die Angriffe stammen häufig von Nutzern mit psychischen Problemen, die meist alleine leben und ihre Medikamente nicht einnehmen. González forderte eine stärkere Überwachung durch die Behörden, damit die Beschäftigten ihre Aufgaben sicher erfüllen können. Sie verlangte zudem eine Anerkennung ihrer Tätigkeit als Beruf und eine Behandlung, die sie nicht als Allzweckkräfte oder Haushaltshilfen degradiert.

Die Arbeit der häuslichen Hilfe besteht darin, den Betroffenen einen würdevollen Alltag zu ermöglichen, indem sie sie bei der Körperpflege, Ernährung, leichten Hausarbeiten und vor allem durch Begleitung und Zuhören unterstützen. Gerade diese menschliche Zuwendung wird von den Nutzern zunehmend geschätzt, da viele von ihnen unter Einsamkeit leiden.

Die Protestaktion in Santa Cruz de Tenerife macht deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Dienst für häusliche Hilfe zu verbessern und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung steht nun vor der Herausforderung, auf die Forderungen zu reagieren und Lösungen zu finden, die den Fortbestand und die Qualität des Dienstes sichern.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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