Die Plattform „Canarias por Palestina“ hat eine Protestaktion in Las Palmas de Gran Canaria organisiert, um gegen die kürzlich von Israel verabschiedete Gesetzgebung zu demonstrieren, die die Todesstrafe für palästinensische Gefangene in den besetzten Gebieten vorsieht. Die Gesetzesänderung wurde am 30. März beschlossen, zeitgleich mit dem 50. Jahrestag des „Tages des palästinensischen Landes“. Pau Valverde, ein Mitglied der Initiative, bezeichnete die Regelung als einen weiteren Ausdruck der Brutalität des israelischen Staates und warnte vor einem möglichen Szenario von Genozid und Inhumanität.
Laut Valverde ist die neue Gesetzgebung nicht isoliert, sondern Teil einer größeren Eskalation, die durch internationale Unterstützung, insbesondere von den USA und Europa, begünstigt wird. Die Regelung sieht vor, dass palästinensische Gefangene, die von Militärgerichten verurteilt werden, hingerichtet werden können, wobei die Exekutionen „durch Erhängen“ und „im Geheimen“ erfolgen könnten. Valverde kritisierte die fehlenden rechtlichen Garantien und bezeichnete die Maßnahme als „unauditiert und unglaublich“, da sie gegen internationales Recht und grundlegende Menschenrechte verstößt.
Die Protestaktion wird als symbolischer Hungerstreik vom 10. April, 10:00 Uhr, bis zum 11. April, 12:00 Uhr, vor der Delegation der Regierung in der Plaza de la Feria stattfinden. Ziel ist es, auf die Situation der palästinensischen Bevölkerung aufmerksam zu machen. In Fuerteventura unterstützen lokale Gruppen die Aktion, werden jedoch keine spezifischen Veranstaltungen durchführen. Stattdessen findet am 9. April um 19:30 Uhr eine Veranstaltung mit dem Titel „Palästina frei, vom Kolonialismus zum Genozid“ statt, die von dem palästinensischen Augenarzt Rajiv Mohrez geleitet wird.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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