Proteste in Las Palmas: Freitagskundgebungen für Freilassung der Gaza-Flottille-Aktivisten auf Gran Canaria (Las Palmas In…

Proteste in Las Palmas: Freitagskundgebungen für Freilassung der Gaza-Flottille-Aktivisten

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

16 Juni, 2026

In Las Palmas de Gran Canaria haben Aktivisten von Global Sumud Canarias eine Protestaktion gestartet, um die Freilassung von zehn Mitgliedern der Gaza-Flottille zu fordern. Die Demonstrationen finden ab dem 16. Juni jeden Dienstag um 19 Uhr am Platz San Telmo statt und sollen so lange andauern, bis die Gefangenen aus der Haft in Libyen entlassen werden.

Die Festnahmen erfolgten am 24. Mai, als ein Konvoi mit über 200 Personen aus mehr als 20 Ländern versuchte, humanitäre Hilfe nach Gaza zu bringen. Die Gruppe wollte die Grenze Ägyptens passieren, wurde jedoch in Libyen festgesetzt. Unter den Inhaftierten befindet sich auch die spanische Journalistin Alicia Armesto, die für ihre Berichterstattung über humanitäre Krisen bekannt ist. Ein elfter Aktivist, der Tunesier Mehdi Burzguenda, wurde vergangene Woche freigelassen, nachdem in 13 Ländern Hungerstreiks für die Freilassung der Gefangenen ausgerufen wurden.

Die Organisation Global Sumud Canarias zeigt sich tief besorgt über den Gesundheitszustand der Gefangenen, die seit Tagen in einem sogenannten „clandestinen“ Haftzentrum in Bengasi unter schlechten Bedingungen festgehalten werden. Es gibt Berichte über eine vier Tage andauernde „trockene“ Hungerstreikaktion der Inhaftierten, die die Verschlechterung ihrer physischen und psychischen Gesundheit zur Folge hat.

Die Aktivisten, die sich für die Freilassung einsetzen, verurteilen die Behandlung der Gefangenen sowie die allgemeine Situation der palästinensischen Häftlinge in israelischen Gefängnissen. Laut Global Sumud sind mehr als 9.000 Palästinenser ohne Anklage inhaftiert und werden häufig Opfer von Folter. Die Organisation kritisiert die Kriminalisierung der Solidarität mit Palästina und fordert die Herkunftsländer der Inhaftierten – darunter Argentinien, Portugal, Italien, die USA, Uruguay, Polen, Kanada und Spanien – auf, diplomatischen Druck für eine sofortige Freilassung auszuüben.

Neben der Freilassung verlangen die Aktivisten uneingeschränkten Zugang zu konsularischer Betreuung, unabhängige medizinische Untersuchungen und die Wiederherstellung der Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Gefangenen, ihren Familien und Rechtsbeiständen. Außerdem fordern sie die Öffnung humanitärer Korridore, das Ende des palästinensischen „Genozids“ sowie Schutz der Meinungsfreiheit.

Am 4. Juli plant Global Sumud Canarias eine Menschenkette in Las Palmas, um auf das Schicksal der palästinensischen Gefangenen in israelischen Haftanstalten aufmerksam zu machen. Die Gruppe setzt sich aus Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen: von der Journalistin Alicia Armesto über ehemalige UNICEF- und UNHCR-Mitarbeiter bis hin zu Lehrkräften, Psychologen und Menschenrechtsaktivisten aus verschiedenen Ländern.

Für die deutschsprachigen Bewohner und Urlauber auf den Kanaren bedeutet diese Aktion eine Gelegenheit, sich über die humanitäre Lage im Nahen Osten zu informieren und Solidarität zu zeigen. Die regelmäßigen Kundgebungen in Las Palmas bieten eine Plattform, um auf die politische Dimension des Konflikts aufmerksam zu machen und Druck auf politische Entscheidungsträger auszuüben, damit die Menschenrechte der Gefangenen respektiert werden.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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