Die anhaltenden Probleme mit der Abwasserbehandlung am Playa Jardín in Puerto de la Cruz haben zu einer ernsten Beeinträchtigung der Wasserqualität geführt, die insbesondere Urlauber und Einheimische betrifft. Am 23. Juni wurde im beliebten Badebereich Charcón ein Badeverbot verhängt, nachdem mikrobiologische Kontaminationen festgestellt worden waren. Diese Situation macht die Sanierung der Abwasserinfrastruktur dringend notwendig, doch die angekündigten Reparaturarbeiten sind trotz mehrfacher Ankündigungen noch nicht begonnen worden.
Die PSOE auf Teneriffa hat deshalb eine außerordentliche Sitzung des Inselparlaments (Cabildo) beantragt, um Präsidentin Rosa Dávila zu den Verzögerungen bei den Arbeiten zu befragen. Bereits im März 2025 hatte Dávila die Dringlichkeit der Reparaturen an der Unterwasserleitung Punta Brava betont, doch bis Juni 2026 waren keine Maßnahmen ergriffen worden. Kurz darauf kam es erneut zu einer Kontaminationsmeldung, was die Dringlichkeit erneut unterstreicht.
Die Verzögerungen wirken sich nicht nur auf die Umwelt und die Sicherheit der Badegäste aus, sondern belasten auch die touristische Attraktivität von Puerto de la Cruz. Die PSOE kritisiert zudem den Umgang des Rathaus von Puerto de la Cruz mit der Situation und bemängelt, dass trotz behördlicher Anweisungen keine ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen oder die Öffentlichkeit adäquat informiert wurde.
Die Verantwortung für die Infrastruktur liegt zwar beim Cabildo von Teneriffa, doch die Kommunikation und Koordination mit der Gemeinde ist offenbar unzureichend. Die PSOE fordert nun umfassende Informationen über den Stand der Arbeiten, die Gründe für die Verzögerungen, den aktuellen Stand der Budgetmittel sowie einen verbindlichen Zeitplan für die Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen.
Die Partei warnt davor, dass symbolische Aktionen, wie kürzliche Fototermine am Playa Jardín, die Realität der Situation nicht verändern und die Sicherheit der Badegäste nicht gewährleisten können. Stattdessen müsse die Sicherheit auf fundierten Analysen, Transparenz und funktionierender Infrastruktur basieren.
Für Urlauber bedeutet dies, dass sie sich auf Einschränkungen an einem der bekanntesten Strände Puerto de la Cruz einstellen müssen, bis die Sanierung abgeschlossen ist. Für Anbieter im Tourismussektor ist die Klärung der Situation entscheidend, um die Attraktivität der Region zu erhalten und Vertrauen bei Besuchern zu schaffen. Die Forderung der PSOE nach einer außerordentlichen Sitzung markiert einen wichtigen Schritt, um die bisher ausbleibenden Arbeiten endlich voranzutreiben und die Wasserqualität langfristig zu sichern.
Quelle: tenerifeweekly.com
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