Die kürzlich eingeführte außergewöhnliche Regularisierung in Spanien wird voraussichtlich die Lebenssituation von Tausenden minderjährigen Kindern ohne gültige Papiere erheblich verbessern. Diese Maßnahme ermöglicht es den betroffenen Kindern, uneingeschränkt am Schulunterricht und an außerschulischen Aktivitäten teilzunehmen. Laut einem Bericht von ‚Save the Children‘ und ‚Por Causa‘ aus dem Jahr 2021 waren über 146.000 Personen unter 19 Jahren in Spanien administrativ illegal. Diese Regularisierung zielt darauf ab, die Rechte dieser Kinder zu stärken, die in der Vergangenheit unter erheblichen Einschränkungen litten.
Kinder ohne Papiere waren in der Vergangenheit von wichtigen Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten ausgeschlossen. Sie konnten nicht an Schulreisen teilnehmen, keine höheren Bildungsabschlüsse erwerben und waren von sportlichen Aktivitäten ausgeschlossen. Jennifer Zuppiroli, Expertin für Kinderrechte, betont, dass diese Einschränkungen nicht nur die Integration der Kinder in die Gesellschaft behindern, sondern auch negative Auswirkungen auf deren psychische Gesundheit haben.
Ein Beispiel ist die Geschichte von Julia, deren Töchter aufgrund ihrer illegalen Aufenthaltsgenehmigung zahlreiche Chancen verwehrt blieben. Eine ihrer Töchter konnte eine Ausbildung im Gesundheitswesen nicht abschließen, da sie keinen Ausweis vorlegen konnte. Auch der Zugang zu Universitäten blieb ihr verwehrt, was zu Frustration und Enttäuschung führte. Die Regularisierung könnte diesen Kindern nun die Möglichkeit geben, ihre Bildung fortzusetzen und ihre Träume zu verwirklichen.
Die Regularisierung hat auch Auswirkungen auf die sportliche Betätigung der Kinder. Viele konnten nicht in offiziellen Sportvereinen aktiv werden oder an Wettkämpfen teilnehmen, da sie keine gültigen Papiere hatten. Dies führte dazu, dass einige Kinder, wie die Tochter von Armando, ihre sportlichen Aktivitäten aufgaben, weil sie nicht reisen durften. Die neuen Regelungen könnten diese Hürden abbauen und den Kindern eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.
Quelle: el diario canarias ahora
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