Der CEO von Repsol, Josu Jon Imaz, hat am Montag betont, dass Spanien in Europa am besten auf mögliche Versorgungsengpässe von Kerosin, einem wichtigen Treibstoff für die Luftfahrt, vorbereitet sei. Imaz äußerte sich während des Forums ‚Wake Up, Spain‘ und machte deutlich, dass die spanische Wirtschaft stark vom Tourismussektor abhängt, weshalb eine zuverlässige Versorgung unerlässlich sei. Um dies zu gewährleisten, hat Repsol im März seine Lagerbestände um 1,2 Milliarden Euro erhöht und investiert in die Raffinerie Petronor, um die Produktionskapazität um 15 bis 20 Prozent zu steigern.
Imaz wies darauf hin, dass es zwar keine klare Zusage für eine vollständige Vermeidung von Engpässen geben könne, jedoch sei Spanien dank seiner leistungsstarken Raffinerien und diversifizierten Rohstoffquellen gut aufgestellt. Etwa 60 Prozent des in Spanien verwendeten Öls stammen aus Amerika, während rund 30 Prozent aus Afrika kommen. Diese Diversifizierung verringert die Abhängigkeit von einzelnen Lieferquellen.
Im Vergleich zur Energiekrise von 2022, die durch den Ukraine-Konflikt ausgelöst wurde, erklärte Imaz, dass die aktuelle Situation anders sei, da es tatsächlich an physischem Kerosin mangele. Fast 20 Prozent des weltweit transportierten Rohöls stammen aus der Straße von Hormuz, und 45 Prozent des Kerosins in Europa kommen aus dem Persischen Golf, dessen Lieferungen derzeit beeinträchtigt sind. Selbst wenn der Konflikt sofort enden würde, könnte es noch zehn bis fünfzehn Wochen dauern, bis sich die Situation stabilisiert, was sowohl die Preise als auch die Verfügbarkeit betrifft. Imaz betonte die Notwendigkeit von Raffinerien in Europa und kritisierte die Schließung von elf der 81 Raffinerien seit Beginn der Ukraine-Krise.
Quelle: hosteltur turismo
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