In einem Treffen mit rund 60 jungen politischen Vertretern in La Laguna hat Ángel Víctor Torres, der Generalsekretär der PSOE Canarias, die besorgniserregende Situation der Jugend auf den Kanarischen Inseln thematisiert. Laut Torres sind im Jahr 2024 etwa 20.000 junge Menschen gezwungen, wieder bei ihren Eltern zu leben, da sie die Mietkosten nicht mehr tragen können. Diese Entwicklung ist Teil eines größeren Trends, der einen Rückgang der Emancipation-Rate zeigt, die von über 20 % auf etwa 14 % gesunken ist.
Zusätzlich zu den Wohnproblemen berichtete Torres von einem Anstieg der Schulabbrecherquote, die mittlerweile fast 16 % erreicht hat, nachdem sie zuvor auf 11 % gesenkt werden konnte. Diese Zahlen verdeutlichen die prekäre Lage, in der sich viele junge Menschen auf den Inseln befinden.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plant die PSOE, konkrete Forderungen an die Regierung der Kanaren zu richten, die aus der Coalición Canaria und der Partido Popular besteht. Dazu gehört die Finanzierung des jungen Mietzuschusses durch die autonome Gemeinschaft, die bisher vollständig vom Staat getragen wird. Zudem wird eine Reaktion auf die Anfragen von Städten wie Las Palmas de Gran Canaria und Adeje gefordert, die eine Erklärung für angespannte Wohnverhältnisse benötigen.
Torres kritisierte auch die Untätigkeit der Regierung bezüglich der Finanzierung öffentlicher Universitäten und betonte die Notwendigkeit, technische Fachkräfte in der Verwaltung einzusetzen, um die tatsächlichen Bedürfnisse der jungen Bevölkerung besser zu adressieren. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die soziale Ungleichheit zu verringern und den Zugang zur Bildung zu verbessern.
Quelle: dariodeavisos
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