Die Guardia Civil hat in Fuerteventura mehrere Fälle von simulierten Straftaten aufgeklärt, die zur Untersuchung von sechs Personen führten. Diese hatten falsche Anzeigen erstattet, um finanzielle Entschädigungen von Versicherungen zu erhalten. Die Ermittlungen ergaben ein einheitliches Muster, bei dem die Beschuldigten angebliche Überfälle, Diebstähle und Sachbeschädigungen meldeten, die nie stattgefunden hatten.
Die Ermittler stützten sich auf Zeugenaussagen, Sicherheitskameras und die Analyse von Mobilgeräten, um Widersprüche zwischen den gemeldeten Vorfällen und den tatsächlichen Gegebenheiten aufzudecken. Ein auffälliger Fall betraf einen Mann, der behauptete, in der Nacht Opfer eines Überfalls geworden zu sein. Die Untersuchung ergab jedoch, dass sein verlorenes Handy in einer Freizeitstätte liegen geblieben war und die Anzeige nur zur Erlangung einer Versicherungsleistung erstattet wurde.
In einem weiteren Fall gab ein Bürger an, sein Auto sei gestohlen worden. Videoaufnahmen zeigten jedoch, dass das Fahrzeug nach einem Unfall in Morro Jable zurückgelassen wurde. Auch im touristischen Bereich wurden falsche Anzeigen festgestellt, darunter ein Vorfall, bei dem ein Hotelgast behauptete, mehrfach Geld in seinem Zimmer gestohlen bekommen zu haben, was sich als unbegründet herausstellte. Die Guardia Civil weist darauf hin, dass solche Handlungen gemäß Artikel 456 des Strafgesetzbuches strafbar sind, was zu Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen führen kann.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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