Das MOTIVA-Simulationslabor des Universitätskrankenhauses Insular-Materno Infantil in Gran Canaria ermöglicht es seit mehr als 15 Jahren medizinischen Fachkräften, minimalinvasive Techniken anhand von Simulatoren zu erlernen und zu verbessern. Das Projekt wurde 2009 in Zusammenarbeit mit dem Institut für biomedizinische und gesundheitliche Forschung der Universität Las Palmas de Gran Canaria gestartet. Ziel ist es, dass Ärzte in Ausbildung und Fachärzte praktische Erfahrungen sammeln, bevor sie Eingriffe an echten Patienten vornehmen.
Heute stehen im Krankenhauskomplex fünf verschiedene Simulatoren zur Verfügung, mit denen Techniken aus zahlreichen Fachbereichen geübt werden können. Dazu zählen unter anderem die Geburtshilfe und Gynäkologie, Urologie, Allgemeinchirurgie, Kinderchirurgie, Angiologie, Kardiologie, Nephrologie, interventionelle Radiologie, Pneumologie, Thoraxchirurgie, Traumatologie, Rehabilitation, Anästhesie, Intensivmedizin, Innere Medizin und Pädiatrie. Durch die Simulation können Mediziner ihre Fähigkeiten ausbauen und sich besser auf reale klinische Situationen vorbereiten.
Neben der praktischen Ausbildung fördert das Labor auch technologische Innovationen und Forschung. Aktuelle Projekte umfassen die Integration von künstlicher Intelligenz, die aus den Handlungen der Nutzer lernt, um den Lernprozess zu optimieren. Zudem werden Anwendungen für immersive virtuelle Realität entwickelt, um bestimmte Patientensituationen realitätsnah zu simulieren und die Ausbildung weiter zu verbessern.
Für die Bewohner und medizinischen Fachkräfte der Kanarischen Inseln bedeutet das MOTIVA-Labor eine wichtige Ressource, um die Qualität der Patientenversorgung zu erhöhen. Die praxisnahe Vorbereitung auf minimalinvasive Verfahren trägt dazu bei, Risiken bei Eingriffen zu reduzieren und die Behandlungsergebnisse zu verbessern. Auch für angehende Ärzte und Fachärzte bietet das Labor einen sicheren Raum, um Fertigkeiten zu festigen und Vertrauen im Umgang mit komplexen Methoden zu gewinnen.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Simulationslabors zeigt, wie technologische Fortschritte in der Medizinerausbildung umgesetzt werden können. Das Projekt bleibt offen für neue Innovationen, die die Ausbildung weiter verbessern und an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen. So bleibt das MOTIVA-Labor ein zentraler Bestandteil der medizinischen Fortbildung auf Gran Canaria.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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