Das spanische Ministerium für Inklusion, soziale Sicherheit und Migration hat am 20. April mit dem Verfahren zur außergewöhnlichen Regularisierung von Migranten begonnen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 13.500 Online-Anträge registriert und 19.633 Termine für persönliche Beratungen vereinbart. Die Antragstellung erfolgt überwiegend durch digitale Zertifikate, wobei viele Anträge von Fachleuten wie Anwälten und Sozialarbeitern sowie von den Antragstellern selbst eingereicht wurden.
Soziale Organisationen und Gewerkschaften, die im Register der Kooperationspartner eingetragen sind, bieten kostenlose Unterstützung für Migranten an, die an der Regularisierung interessiert sind. Dazu gehört auch die Asociación Solidaridad Venezuela, die seit mehreren Jahren in Granadilla tätig ist und Migranten bei der Integration in die Gesellschaft hilft. Die Präsidentin der Organisation, María Marcela Máspero, bezeichnete das Verfahren als positiven Schritt, da es den Menschen ermögliche, sich zu regularisieren und Zugang zu sozialen Rechten zu erhalten.
In den Kanarischen Inseln wird geschätzt, dass rund 40.000 Personen von der Regularisierung profitieren könnten. Máspero betonte die Notwendigkeit der Unterstützung durch den Staat und lokale Behörden, um den Prozess erfolgreich umzusetzen. Sie wies darauf hin, dass viele Migranten bereits ihre Dokumente vorbereitet haben, jedoch auf die erforderlichen Informationen von den Organisationen gewartet haben.
Ein wichtiges Detail des Verfahrens ist, dass Personen ohne Arbeitsvertrag oder andere Voraussetzungen ein Vulnerabilitätsgutachten vorlegen müssen, das von den unterstützenden Organisationen ausgestellt wird. Es besteht die Sorge, dass es aufgrund der hohen Zahl an Anträgen zu Verzögerungen kommen könnte, da die Fristen vorsehen, dass nach 15 Tagen ein Arbeitsgenehmigung erteilt werden sollte und nach drei Monaten das Fehlen einer Antwort als ablehnend gilt.
Quelle: dariodeavisos
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