Studie enthüllt: Hotelpersonal in Spanien leidet unter mangelndem Anerkennung – Tourismus (Hotel)

Studie enthüllt: Hotelpersonal in Spanien leidet unter mangelndem Anerkennung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

28 Mai, 2026

Der Bereich der Zimmerreinigung in Hotels spielt eine entscheidende Rolle für das Gästeerlebnis, doch die Anerkennung für die Arbeit des Personals bleibt unzureichend. Ein aktueller Bericht der Cátedra Tornare, der erste seiner Art zur Arbeitsbedingungen im Reinigungsbereich, zeigt alarmierende Ergebnisse: 88 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass ihre Arbeit für die Gäste von zentraler Bedeutung ist, aber nur 16 Prozent fühlen sich dafür auch anerkannt. Diese Studie, die in Zusammenarbeit mit der Universität Europa de Madrid, MarSenses, Septeo und der Fundación de Directivos de Hotel Universidad durchgeführt wurde, basiert auf 504 Befragungen von Hotelangestellten in Spanien.

Die Untersuchung betrachtet vier Dimensionen: körperliche Belastung, emotionales Wohlbefinden, berufliche Anerkennung und Zugang zu Schulungen. Besonders besorgniserregend sind die Ergebnisse zur körperlichen Belastung; hier erhielt das Personal im Durchschnitt nur 1,76 von 5 Punkten. 82 Prozent der Befragten berichten von hohen körperlichen Belastungen, 90 Prozent klagen über häufige Schmerzen in Rücken, Schultern oder Handgelenken. Zudem beenden 88 Prozent ihren Arbeitstag erschöpft, während 87 Prozent angeben, oft rennen zu müssen, um ihre Aufgaben fristgerecht zu erledigen. Lediglich 13 Prozent fühlen sich in der Lage, jede Zimmer gründlich zu reinigen.

Die Drucksituation zeigt sich durchweg, unabhängig vom Hoteltyp oder dem Anstellungsmodell. Dies bedeutet, dass sowohl in städtischen als auch in Ferienhotels, in unabhängigen Betrieben oder großen Hotelgruppen, die Belastungen gleich hoch sind. Die Auswertung der offenen Antworten verdeutlicht, dass Begriffe wie „Belastung“, „Zeit“ und „Zimmer“ am häufigsten genannt wurden. Fast 40 Prozent der Rückmeldungen fordern eine Reduzierung der Zimmeranzahl pro Schicht oder eine Anpassung der Arbeitsverhältnisse als vorrangige Verbesserungsmaßnahme.

Ein weiterer kritischer Punkt der Studie ist die mangelnde berufliche Anerkennung. Der Durchschnittswert für emotionales Wohlbefinden und berufliche Wertschätzung liegt bei nur 2,67 von 5, wobei 68 Prozent der Befragten unter dem Durchschnittswert von 3 liegen. 70 Prozent fühlen sich in ihrer Arbeit nicht wertgeschätzt, und 59 Prozent berichten, dass sie für gute Leistungen keine Anerkennung erhalten. Zudem haben 53 Prozent das Gefühl, ihre Probleme nicht ohne Angst vor Konsequenzen ansprechen zu können, und 54 Prozent fühlen sich nicht gehört. 69 Prozent geben an, durch die Arbeitsbelastung entmutigt zu sein, und nur 32 Prozent empfinden sich als Teil des Hotels, in dem sie tätig sind.

Die Studie zeigt auch, dass der Zugang zu Schulungen als die am besten bewertete Dimension abschneidet, mit einem Durchschnittswert von 3,01. 71 Prozent der Befragten haben Schulungen zur Risikoprävention erhalten, 48 Prozent zur Nutzung von Technologien. Dennoch glauben 55 Prozent, dass diese Schulungen nicht zu weniger Fehlern oder weniger Druck führen. Der Zugang zu Schulungen variiert jedoch je nach Anstellungsart, wobei externes Personal oft weniger Zugang hat.

Die Ergebnisse der Cátedra Tornare verdeutlichen die starke Feminisierung des Reinigungsbereichs: 498 der 504 Befragten sind Frauen. 54 Prozent der Befragten glauben, dass diese Tätigkeit gesellschaftlich als „weiblich“ wahrgenommen wird. Der Bericht schließt mit drei Handlungsempfehlungen: Anpassung der Zimmeranzahl pro Schicht, Erhöhung des Personals und Verbesserung des Zugangs zu Schulungen sowie beruflicher Anerkennung. Für die Hotelbranche ist die Botschaft klar: Die Verbesserung des Gästeerlebnisses erfordert auch eine Überprüfung der Bedingungen für die Mitarbeitenden, die für die Sauberkeit und Ordnung der Zimmer verantwortlich sind.

Quelle: hosteltur.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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