Teneriffa hat am 18. Mai den Internationalen Museumstag gefeiert und dabei einen neuen Rekord bei den Besucherzahlen aufgestellt. Im vergangenen Jahr zählten die Museen der Insel 287.051 Nutzer, was einem Anstieg von 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zahlen belegen eine anhaltende Erholung nach der Pandemie, insbesondere im Bildungsbereich und bei Touristen, die die Insel besuchen. Die Rolle der Museen als Orte des Austauschs und der sozialen Kohäsion gewinnt dadurch zunehmend an Bedeutung.
José Carlos Acha, der Kultur- und Museumsrat des Cabildo von Teneriffa, hebt die soziale Dimension der Museen hervor. Diese Institutionen sollen offene und pluralistische Räume bieten, die als Foren für Austausch und Reflexion fungieren. Der diesjährige Internationale Museumstag steht unter dem Motto „Museen vereinen eine geteilte Welt“. Acha betont, dass dieses Thema die Fähigkeit der Museen widerspiegelt, Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Gemeinschaften durch Wissen und Dialog zu bauen. In einer Zeit sozialer und kultureller Spannungen positionieren sich die Museen als Werkzeuge zur Förderung des Zusammenlebens und des Respekts.
Der Anstieg der Besucherzahlen ist auf die Transformation der Museen auf Teneriffa zurückzuführen. Diese Veränderungen betreffen nicht nur den Inhalt der Ausstellungen, sondern auch die soziale Funktion der Einrichtungen. Acha erklärt: „Museen müssen jetzt mehr denn je dazu dienen, die Welt zu vereinen, Ungleichheit zu verringern und gerechte sowie inklusive, nachhaltige Gesellschaften zu fördern.“ Diese kulturellen Institutionen sollen aktiv zur Bildung einer kritischeren und partizipativeren Bürgerschaft beitragen.
Im Rahmen des Internationalen Museumstags wurden über 20 Aktivitäten für alle Zielgruppen organisiert. Dazu gehören Workshops, Vorträge, geführte Touren, Ausstellungen und Familienaktivitäten, die in verschiedenen Museen der Insel stattfinden. Acha ermutigt die Öffentlichkeit zur Teilnahme an diesen Veranstaltungen und erinnert daran, dass am Tag der Feierlichkeiten der Eintritt zu allen Museen kostenlos ist. „Jeder Besucher, jeder Schüler und jede Familie, die die Museen besucht, stärkt deren Rolle als kulturellen und Bildungsantrieb der Insel“, so Acha.
Eine der besonderen Veranstaltungen ist „Living Without Dividing“ im Castillo de San Cristóbal in Santa Cruz de Tenerife. Diese geführte Tour regt zur Reflexion über historische Erinnerungen und den Wert des Erbes als verbindendes Element an. Weitere Aktivitäten umfassen thematische Tage, Bildungsworkshops und wissenschaftliche Veranstaltungen, wie ein Forum für Wissenschaftlerinnen im Museum für Wissenschaft und Kosmos sowie Aktivitäten zur Ausstellung „Kanarische Inseln im Detail“ im MUNA.
Mit einem Modell, das auf Zugänglichkeit, Teilhabe und Dialog basiert, positioniert sich Teneriffas Museumslandschaft als kultureller und edukativer Maßstab im Archipel. Acha hebt hervor: „Unser Ziel ist es, das Erbe, die Wissenschaft und die Kultur der Gesellschaft näherzubringen, sodass jeder Besucher einzigartige Erfahrungen macht.“
Quelle: tenerifeweekly.com
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