Am Dienstag um 11:02 Uhr synchronisierten sich die Stromsysteme von Teneriffa und La Gomera erstmals erfolgreich. Damit überwand Endesa den größten technischen Meilenstein des Projekts, die beiden Inselnetze elektrisch zu vereinen. Diese Verbindung stärkt die Stabilität der Stromversorgung und erhöht die Kapazität zur Einspeisung erneuerbarer Energien aus La Gomera.
Endesa führte am Montag und Dienstag die abschließenden Tests durch, die den Zusammenschluss der beiden Stromnetze abschließen. Die Prüfungen verliefen ohne Zwischenfälle, alle Komponenten funktionieren einwandfrei und die Systeme arbeiten nun synchron als ein Netz – ein historischer Fortschritt für die Kanarischen Inseln. Die erfolgreiche Synchronisation erfolgte im Testmodus und wurde durch die Erprobung mehrerer Schaltvorrichtungen ergänzt, die für die Verbindung notwendig sind.
Mit dem Unterseekabel und der neuen Infrastruktur wie der Umspannstation El Palmar auf La Gomera wird die Energieversorgung beider Inseln robuster. Die Umspannstation versorgt aktuell 15.610 Kunden auf La Gomera und ist mit zwei Transformatoren mit je 40 MVA ausgestattet. Die Anlage erstreckt sich über rund 2.700 Quadratmeter und kostete Endesa über acht Millionen Euro. Zudem ist eine Erweiterung mit einem dritten Transformator geplant, um die Kapazität bei Bedarf weiter zu erhöhen.
Die Umspannstation El Palmar ist hochmodern und wurde bereits vor den finalen Tests intensiv geprüft. Sie verbindet das lokale Netz mit dem Transportnetz von Redeia über ein doppeltes tripolares Unterseekabel, das El Palmar mit der Umspannstation Chío auf Teneriffa verbindet. Diese Verbindung stellt sicher, dass die Energieübertragung zwischen den Inseln sicher und qualitativ hochwertig erfolgt.
Für die Bewohner und Besucher der Kanaren bedeutet die Netzvereinigung eine stabilere Stromversorgung und eine verbesserte Integration erneuerbarer Energien, die auf La Gomera zunehmend ausgebaut werden. Dies unterstützt die nachhaltige Entwicklung der Inseln und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die verbesserte Infrastruktur kann auch potenziell die Stromkosten beeinflussen und die Versorgungssicherheit erhöhen, was besonders für Auswanderer und Touristen von Interesse ist.
Endesa, als führendes Energieunternehmen in Spanien und zweitgrößter Anbieter in Portugal, setzt mit diesem Projekt ein Zeichen für die Energiewende auf den Kanaren. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in moderne Technologien und Infrastruktur, um die Versorgung mit sauberer Energie voranzutreiben. Mit rund 9.000 Mitarbeitern und der Zugehörigkeit zur Enel-Gruppe verfügt Endesa über die Ressourcen, um die Energiewende aktiv zu gestalten und die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu unterstützen.
Die erfolgreiche Verbindung der Netze von Teneriffa und La Gomera markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einem integrierten, resilienten und nachhaltigen Stromversorgungssystem auf den Kanarischen Inseln. Für die Bewohner und die Wirtschaft vor Ort bedeutet dies langfristig mehr Stabilität und eine bessere Nutzung erneuerbarer Energiequellen.
Quelle: gomeratoday.com
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