Teneriffa: Zehn Jahre Haft nach tödlicher Messerattacke in Santa Cruz – Behörden (Policia Local)

Teneriffa: Zehn Jahre Haft nach tödlicher Messerattacke in Santa Cruz

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

21 Juni, 2026

Ein 38-jähriger Mann hat in Santa Cruz de Tenerife eine zehnjährige Haftstrafe akzeptiert, nachdem er im Februar 2025 einen anderen Mann mit einem Messer tödlich verletzt hatte. Das Gericht verurteilte ihn außerdem zur Zahlung von 180.000 Euro an den Sohn des Opfers. Die Tat ereignete sich im Stadtteil San Matías und führte zu weitreichenden Auflagen für den Verurteilten.

Der Vorfall datiert auf den Abend des 27. Februar 2025. Der Angeklagte, der etwa acht Monate zuvor in eine verlassene Wohnung gezogen war, traf auf der Straße auf das 30-jährige Opfer. Aus einer verbalen Auseinandersetzung heraus zog der 38-Jährige ein Messer mit einer Klingenlänge von 21 Zentimetern und einer Breite von 10 Zentimetern und versetzte dem Opfer eine einzige, schnelle und heftige Stichverletzung am Hals, die tödlich endete.

Nach der Tat wurde der Beschuldigte am 30. Januar in Untersuchungshaft genommen. Die Verhandlung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Angeklagte das Urteil durch eine Vereinbarung akzeptierte und somit ein Prozess mit Geschworenen vermieden wurde. Neben der Haftstrafe umfasst das Urteil ein Kontaktverbot gegenüber der Familie des Opfers für 14 Jahre. Zudem darf sich der Verurteilte nach seiner Haftentlassung nicht näher als 500 Meter an die Angehörigen des Opfers heranwagen.

Darüber hinaus sieht das Urteil vor, dass der Verurteilte nach Verbüßung von 7,5 Jahren seiner Strafe aus Spanien ausgewiesen wird. Die Ausweisung wird mit der Auflage verbunden, dass er für zehn Jahre nicht zurückkehren darf. Diese Maßnahmen sollen sowohl den Schutz der Familie des Opfers sicherstellen als auch mögliche weitere Konflikte verhindern.

Vor dem Zwischenfall war der Verurteilte obdachlos und lebte zunächst in einem verlassenen Haus. Nachbarn beschrieben ihn als ruhigen Menschen, der sich gut in die Nachbarschaft integrierte. Einige Nachbarn versorgten ihn mit Kleidung, Essen und Wasser, erlaubten ihm, sein Handy aufzuladen und sich in einem nahegelegenen Gebäude zu waschen. Die Nachbarn betonten, dass er selbst kaum in der Lage war, sich zu seinen Unterstützern zu begeben, und sie sich um ihn kümmern mussten.

In den Wochen vor der Tat begann auch das Opfer, die gleiche Wohnung zu nutzen. Dies führte zu Spannungen, als der Verurteilte versuchte, den anderen aus der Wohnung zu vertreiben. Die daraus entstandene Auseinandersetzung eskalierte schließlich tödlich. Das Urteil schließt mit der Festlegung, dass der Täter für die erlittenen Schäden und den Verlust des Lebens seines Kontrahenten eine erhebliche Entschädigung an den Sohn des Opfers leisten muss.

Für die deutschsprachigen Bewohner und Urlauber auf den Kanaren zeigt dieser Fall, dass die Justiz auf den Inseln konsequent gegen Gewaltverbrechen vorgeht und auch soziale Konflikte in Wohnvierteln nicht unbeachtet lässt. Die Entscheidung unterstreicht die Bedeutung von klaren rechtlichen Konsequenzen bei schweren Straftaten und gibt Einblick in die Maßnahmen des spanischen Rechtssystems im Umgang mit Gewalttätern und Opfern.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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