In Los Realejos auf Teneriffa haben Vandalen in den vergangenen Tagen mehr als zwanzig Krankenwagen des nicht dringenden Krankentransports außer Gefecht gesetzt. Die Angriffe auf die Basis des Servicio de Urgencias Canario (SUC) führten zu erheblichen Störungen bei der Patientenbeförderung, insbesondere bei nicht lebenswichtigen Behandlungen. Die Folgen für die medizinische Versorgung sind gravierend.
Am Montagmorgen verhinderten die Sachbeschädigungen den Zugang des Personals zur Transportbasis. Um 6 Uhr waren zwölf Fahrzeuge nicht einsatzfähig, zwei weitere folgten um 8 Uhr. Die Behörden reagierten mit einer kritischen Umstrukturierung der Transportdienste. Um die Versorgung lebenswichtiger Behandlungen wie der Hämodialyse sicherzustellen, mussten nicht dringende Behandlungen vorübergehend ausgesetzt werden. Die Maßnahme traf vor allem Patienten, die auf regelmäßige Dialysen und rehabilitative Therapien angewiesen sind.
Die Schäden führten zu insgesamt 53 ausgefallenen Behandlungen, verteilt auf den Norden und den Großraum von Teneriffa. Als die Basis wieder zugänglich wurde, blieben vier Fahrzeuge aufgrund von Personalmangel weiterhin außer Betrieb. Dies verursachte weitere sechs Ausfälle, sodass sich die Zahl der betroffenen Behandlungen auf 59 erhöhte. Zusätzlich wurden zwei Transportfahrzeuge in Santa Cruz durch Reifenstiche beschädigt, konnten jedoch rasch repariert werden.
Am Dienstagmorgen wiederholte sich die Situation: Die Zufahrt zur nördlichen Basis wurde erneut beschädigt, was dazu führte, dass 14 Fahrzeuge ihren Dienstbeginn nicht einhalten konnten – zwölf um 6 Uhr und zwei um 8 Uhr. Die Routen mussten erneut angepasst werden, wobei nicht dringende Transporte gestrichen wurden, um lebenswichtige Fahrten zu gewährleisten.
Diese erneuten Vorfälle führten zu 34 weiteren Ausfällen bei Rehabilitationsbehandlungen, darunter 28 im Zentrum ICOT La Orotava, am Universitätskrankenhaus von Teneriffa und im Hospiten Tamaragua. Um die Versorgung lebenswichtiger Patienten zu sichern, wurden zwei Fahrzeuge aus Santa Cruz in den Norden entsandt. Dabei fielen zwei Reha-Behandlungen aus, eine am Universitätskrankenhaus Nuestra Señora de la Candelaria und eine im Krankenhaus Quirón Tenerife. Zudem verzögerte sich die Aufnahme eines Chemotherapie-Patienten im Universitätskrankenhaus Nuestra Señora de la Candelaria.
Die beauftragte Firma meldete zudem, dass vier weitere Fahrzeuge wegen fehlender Besetzung ganz oder teilweise nicht einsatzbereit sind. Insgesamt sind 16 Patienten in vier Krankenhäusern, darunter auch ICOT Santa Cruz, von diesen Einschränkungen betroffen.
Diese Vorfälle zeigen die Verwundbarkeit der Infrastruktur des nicht dringenden Krankentransports auf Teneriffa. Für Patienten, die auf regelmäßige medizinische Transporte angewiesen sind, entsteht dadurch ein erhebliches Risiko. Urlauber, Auswanderer und Einwohner der Kanaren sollten mit möglichen Verzögerungen und Ausfällen bei nicht lebenswichtigen Behandlungen rechnen. Die Behörden arbeiten an Lösungen, um die Sicherheit der Fahrzeuge und die Verfügbarkeit des Personals zu verbessern, um weitere Unterbrechungen zu vermeiden.
Quelle: eldiario.es
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