In Teneriffa stehen temporäre Wohnmöglichkeiten für minderjährige Migranten zur Verfügung, die ohne familiäre Unterstützung sind. Diese Einrichtungen bieten den Jugendlichen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch die Möglichkeit, sich in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Heim San Fernando, das von der Organisation Nuevo Futuro betrieben wird, hat Platz für bis zu elf Personen und ist eine von zwei neuen Einrichtungen, die kürzlich vom kanarischen Regierungsrat eröffnet wurden, um den jungen Menschen bei ihrem Übergang ins Erwachsenenleben zu helfen.
Die Koordinatorin des Projekts, Arautápala Álvarez, betont die Notwendigkeit solcher Unterkünfte, da viele dieser Jugendlichen im System sind, jedoch nicht die gleichen Rechte auf Bildung und Unterstützung haben wie andere. Die Wohnmöglichkeiten sollen den jungen Migranten helfen, ihre persönlichen Projekte zu verwirklichen und ein selbstständiges Leben zu führen.
Zwei der Bewohner, Pape Bara und Boudou El Hadji, berichten von ihren herausfordernden Reisen nach Spanien. Pape, der aus Senegal stammt, kam mit 16 Jahren auf einem überfüllten Boot an und musste zahlreiche traumatische Erlebnisse während der Überfahrt durchleben. Boudou, ein 16-jähriger aus Mauretanien, erreichte die Kanaren nach einer zwei Tage dauernden Reise. Beide haben große Träume, wie eine Ausbildung oder eine Karriere im Fußball, müssen jedoch vorerst arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Pape arbeitet als Kellner, während Boudou in der Landwirtschaft tätig ist.
Quelle: el diario canarias ahora
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