Die spanische Audiencia Nacional hat die Strafe von zehn Jahren Haft sowie eine Geldbuße von 125 Millionen Euro für jeden der 15 Besatzungsmitglieder eines Schiffes bestätigt, das 2024 mit 3,5 Tonnen Kokain in der Nähe der Kanarischen Inseln abgefangen wurde. Die Besatzung hatte argumentiert, dass die spanischen Behörden nicht befugt gewesen seien, das Schiff zu beschlagnahmen, und dass die Festnahme daher illegal sei. Sie forderten eine Aufhebung der Anklage und eine Minderung der Strafen, unter anderem aufgrund von angeblichen Verzögerungen im Verfahren und der Behauptung, dass der Kapitän unter Druck gesetzt wurde, an dem Drogenhandel teilzunehmen.
Die Audiencia Nacional wies diese Argumente zurück und bestätigte die Rechtmäßigkeit des Vorgehens der spanischen Polizei, die auf internationalen Gesetzen basierte, die die Zusammenarbeit aller Länder im Kampf gegen den Drogenhandel betonen. Bei der Durchsuchung des Schiffes, das unter panamaischer Flagge segelte, wurden 100 Pakete mit Kokain gefunden, die mit Seilen und Netzen verbunden waren, um sie im Notfall über Bord zu werfen.
Die US-amerikanische Drogenbehörde DEA hatte das Schiff, das unter dem Namen „Atalaya“ fuhr, im November 2024 entdeckt und die spanischen Behörden alarmiert, als es sich in Richtung Spanien bewegte. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Schiff zu diesem Zeitpunkt keine panamaische Flagge mehr führte, was die Situation komplizierte. Ein Besatzungsmitglied, das einem Drogentest unterzogen wurde, wies einen positiven Test auf Kokain auf, was zur Festnahme aller 15 Crewmitglieder führte. Die gesamte Kokainladung hatte eine Reinheit von 84 % und hätte einen Marktwert von bis zu 245 Millionen Euro gehabt, wenn sie in Gramm verkauft worden wäre.
Quelle: el diario canarias ahora
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