Zunahme von Internetbetrug bei Ferienwohnungsvermietungen auf den Kanaren im Sommer in Technik (Digital)

Zunahme von Internetbetrug bei Ferienwohnungsvermietungen auf den Kanaren im Sommer

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

17 August, 2026

Auf den Kanarischen Inseln ist in der aktuellen Sommersaison ein Anstieg der Internetbetrugsfälle im Zusammenhang mit der Vermietung von Ferienwohnungen zu verzeichnen. Die Spezialabteilung der Guardia Civil in Santa Cruz de Tenerife, die vor fünf Jahren zur Bekämpfung der zunehmenden Cyberkriminalität gegründet wurde, meldet vermehrte Anzeigen in diesem Bereich. Besonders auffällig sind Betrugsversuche, die über soziale Netzwerke wie Instagram oder TikTok verbreitet werden und bei denen vermeintlich attraktive Preise für Ferienunterkünfte an beliebten Strandlagen angeboten werden. Häufig werden hierfür Bilder von Immobilienwebseiten kopiert, um die Angebote glaubwürdiger erscheinen zu lassen.

Die Täter drängen potenzielle Mieter schnell zu einer privaten Kommunikation, meist über WhatsApp, und üben Druck aus, sofort eine Zahlung vorzunehmen, oft über Instant-Payment-Dienste wie Bizum. Dabei versprechen sie umfassende Verfügbarkeit, die Akzeptanz von Haustieren und keine Einschränkungen hinsichtlich der Personenzahl oder Aktivitäten. Nach der ersten Zahlung werden weitere Gelder für Kautionen oder Versicherungen gefordert. Sobald die Opfer misstrauisch werden und nachfragen, brechen die Betrüger meist die Kommunikation ab, um keine Spuren zu hinterlassen.

Die Guardia Civil weist darauf hin, dass dieser Anstieg der Betrugsfälle in Spanien insgesamt zu beobachten ist, auf den Kanaren jedoch durch das milde Klima und die touristische Lage das Risiko das ganze Jahr über besteht, mit einer Spitze im Sommer. Dabei beschränkt sich die Cyberkriminalität nicht nur auf Ferienwohnungsbetrug. Weitere häufige Delikte sind falsche Investitionsangebote, die vor allem ältere Menschen betreffen. Diese Betrugsmaschen beginnen oft mit Werbung in sozialen Medien, die unrealistische Renditen versprechen und teilweise sogar das Bild bekannter Persönlichkeiten nutzen, um Vertrauen zu erwecken.

Die Opfer werden dazu verleitet, kleine Beträge zu investieren und erhalten zunächst scheinbare Gewinne auf einer virtuellen Plattform angezeigt, die jedoch nur vorgetäuscht sind. Um das Vertrauen zu stärken, dürfen sie manchmal kleine Summen zurückerhalten, was sie zu weiteren Einzahlungen ermutigt. So entstehen mitunter erhebliche finanzielle Schäden.

Die Experten der Guardia Civil raten zur Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchenangeboten und mahnen, nicht auf Druck zu reagieren oder überstürzt Zahlungen zu leisten. Die Täter nutzen gezielt die menschliche Gutgläubigkeit und das Verlangen nach günstigen Gelegenheiten aus. Die Bekämpfung dieser Form der Kriminalität erfordert neben moderner Technik vor allem eine gute Vorbereitung und Sensibilisierung der Bevölkerung, da die Täter aus dem vermeintlichen Schutz des Internets agieren und dabei kaum Risiken eingehen.

Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies, Angebote im Internet besonders kritisch zu prüfen und bei Verdacht auf Betrug die zuständigen Stellen zu informieren. Die Guardia Civil stellt ihr Wissen und ihre Technologie kostenlos zur Verfügung, um die Öffentlichkeit besser zu schützen. Im Umgang mit Online-Angeboten empfiehlt sich, keine Zahlungen zu leisten, bevor die Echtheit eines Angebots verifiziert ist, und keine privaten Chats mit drängenden Verkäufern zu führen. So lässt sich das Risiko, Opfer von Internetbetrug zu werden, deutlich verringern.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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